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Brandserie in Berlin : Körting: Viele Brandstiftungen vermutlich durch Einzeltäter

Hinter den meisten Fällen von Autobrandstiftung stecken nicht linksextreme Gruppen, sondern Einzeltäter. Trotzdem ermittelt auffällig häufig der Staatsschutz. Berlins Innensenator Ehrhart Körting erklärt, warum.

Innensenator Ehrhart Körting
Innensenator Ehrhart KörtingFoto: dpa

Anlässlich der Festnahme eines 27-jährigen Berliners, der im Sommer 2011 mehr als 100 Autos angezündet haben soll, sagte Innensenator Ehrhart Körting (SPD) dem Tagesspiegel: "Diese Festnahme bestätigt unsere Annahme, wonach hinter vielen Brandstiftungen ein Einzeltäter stecken könnte, der nicht aus der linken Szene stammt." Man habe dieses Jahr zwar in der Hälfte der mehr als 340 Autozündeleien zunächst den Staatsschutz die Ermittlungen übernehmen lassen, der für politisch motivierte Taten zuständig ist. Dies läge jedoch daran, dass man sich nicht des Vorwurfs aussetzen wollte, "der Senat sei auf dem linken Auge blind". Solange es keine eindeutigen Hinweise darauf gebe, dass eine Tat unpolitisch motiviert war, habe der Staatsschutz vor allem dann ermittelt, wenn teure Fahrzeugen angesteckt worden seien.

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