BRENNSTOFF FÜR BERLIN : Das Gaswerk in Prenzlauer Berg

Mehr als hundert Jahre lang versorgte das Gaswerk den Norden Berlins. 1873 begann dort die Produktion, 1981 war Schluss. Mit der Spaltung Berlins nach dem Krieg versorgte das Werk zusammen mit einer Anlage in Lichtenberg den Ostteil der Stadt. Denn auch die Gasnetze wurden damals getrennt.

Das Werk war eine sogenannte Gaskokerei, in der aus Kohle nicht nur Gas, sondern auch Koks hergestellt wurde. Bis zu 900 Tonnen Steinkohle wanderten täglich in die Ofenkammern, in denen Temperaturen von mehr als 1200 Grad herrschten. Fast einen Tag dauerte der komplizierte chemische Umwandlungsprozess, bei dem der Brennstoff bei riesiger Umweltbelastung auch von Teer, Benzol, Ammoniak, Schwefel, Graphit befreit wurde. Quelle: Buch/Luisenstädtischer Bildungsverein

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