Berlin : Briefumschlag mit Chemikalie explodiert

Stoffe offenbar unsachgemäß versendet

In einer Postfiliale in Dahlem ist am Freitag ein Briefumschlag explodiert. Verletzt wurde niemand, teilte die Polizei mit. Der polizeiliche Staatsschutz übernahm die Ermittlungen. Sprengstoff war anscheinend nicht im Spiel. Nach ersten Untersuchungen gingen die Ermittler von einem unsachgemäßen Versand einer Chemikalie aus. Um welche Chemikalie es sich handelte, ist noch unklar. Die Postfiliale liegt in der Nachbarschaft zahlreicher Institutsgebäude der Freien Universität.

Nach Behördenangaben hatte ein unbekannter Mann gegen 11.25 Uhr in der Postfiliale in der Straße Hechtgraben eine Briefsendung aufgegeben. Etwa 30 Minuten später gab es einen lauten Knall. Zum Adressaten der Sendung konnte gestern noch niemand etwas sagen.

Unterdessen ist nach der Explosion eines in einer Plastiktüte versteckten Sprengsatzes in Wedding weiter unklar, ob es sich um einen Knallkörper größeren Kalibers oder eine selbst gebaute Rohrbombe handelt. Die Untersuchungen der Kriminaltechniker des Landeskriminalamtes dauern an. Am Donnerstagabend war eine Plastiktüte auf einem Friedhof nahe dem Schillerpark in die Luft gegangen. Verletzt wurde niemand. Vor zwölf Tagen erlitt ein 58-jähriger Spaziergänger schwere Verletzungen, als er eine Plastiktüte aufhob, in der sich ein selbst gebauter Sprengsatz befand. bjs, dpa, kög

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