Berlin : Brücke-Museum: Der dritte Mann sitzt

Vier Jahre Haft für Einbruch Ein Angeklagter fehlt jetzt noch

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Im Prozess um den spektakulären Kunstdiebstahl aus dem Berliner BrückeMuseum ist ein 28-jähriger Jugoslawe zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Bei dem Einbruch am 20. April 2002 hatte eine Bande neun expressionistische Gemälde im Wert von 3,6 Millionen Euro gestohlen. Die Werke von Erich Heckel, Emil Nolde, Max Pechstein und Ernst Ludwig Kirchner wurden im Mai in einer Berliner Wohnung sichergestellt.

Schon vor einer Woche war einer der Einbrecher zu fünf Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden, ein Komplize bekam zwei Jahre auf Bewährung. Der mutmaßliche Drahtzieher des Einbruchs ist untergetaucht. Auch der jetzt verurteilte 28-Jährige behauptete vor dem Gericht, nicht gewusst zu haben, dass in ein Museum eingebrochen werden sollte. Sein Motiv sei Geldnot gewesen.

Die Bilder haben nach Aussagen einer Restauratorin gelitten. Die Kosten für die Restaurierungsarbeiten werden auf rund 15 000 Euro geschätzt.Am Mittwoch wird der Prozess gegen einen vierten Mann fortgesetzt. Der 24-jährige Jugoslawe hat gestanden, eine Tasche für den später geflohenen Landsmann verwahrt zu haben. Erst später habe er erfahren, dass darin die gestohlenen Gemälde waren. dpa

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