Berlin : BSE: Kein Fleisch mehr? Auf ausgewogene Kost achten

Das vom Senat eingerichtete Infotelefon zur Rinderseuche BSE wird von zahlreichen Berlinern genutzt. Die Gesundheitsverwaltung zählte mehrere hundert Anrufe. Insgesamt sind fünf Telefone besetzt. Dort beantworten Mitarbeiter der Verbraucherzentrale und der Gesundheitsverwaltung Fragen besorgter Bürger. Bei spezifischen Problemen geben auch Lebensmittel- und Tierseuchenexperten Rat. Das Bürgertelefon ist unter der Nummer (030) 90 28 28 28 zu erreichen. Montags bis freitags werden von 9 bis 18 Uhr Fragen zur Rinderseuche beantwortet. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.berlin.de/BSE-Info.

Wer Fleisch von seinem Speiseplan streichen will, muss auf seine Ernährung stärker achten als zuvor. Um Mangelerscheinungen vorzubeugen, rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung in Frankfurt am Main zu einer abwechslungsreichen Kost und der geschickten Kombination von Lebensmitteln.

Täglich auf den Speiseplan gehören Milch und Milchprodukte, die den Körper mit Eiweiß, Kalzium und den Vitaminen B12 und D versorgen. Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Spinat und Rosenkohl sind wichtige Lieferanten von Eisen, das für die Blutbildung wichtig ist. Die Kombination mit Vitamin-C-reichen Lebensmitteln verbessert die Verwertung des Mineralstoffes. Ein Glas Orangensaft oder ein Stück Paprika können die Aufnahme von Eisen um das Siebenfache steigern. Beim Verzicht auf Fisch leidet vor allem die Jod-Versorgung. Jodiertes Speisesalz, unter Umständen auch Jodpräparate, die der Arzt verschreibt, können Abhilfe schaffen.

Bei Kindern ist eine besonders sorgfältige Auswahl von Lebensmitteln geboten. Auch wenn sie oft nicht zu den Lieblingsspeisen zählen, gehören Obst und Gemüse ins tägliche Nahrungsprogramm. Für ihre Entwicklung brauchen Kinder reichlich Eiweiß. Kartoffeln, Nüsse und Hülsenfrüchte sind gute Lieferanten. In Kombination mit Eiern oder Milchprodukten lässt sich die Proteinzufuhr noch steigern. Säuglinge sollten als Beikost mit Kartoffeln, Gemüse und Getreidebreis unter Zugabe von Säften gefüttert werden.

Nicht zu empfehlen ist nach Angaben der Frankfurter Experten dagegen die so genannte vegane Ernährung, die auf sämtliche Tierprodukte verzichtet und somit auch Eier und Milchprodukte vom Speisezettel verbannt. Für Säuglinge und Kinder ist diese Kost ausgesprochen gefährlich. Weil die Lebensmittelauswahl bei dieser Ernährungsform stark eingeschränkt ist, ist die Versorgung mit einer Reihe von Nährstoffen wie Eisen, Zink, Kalzium und B-Vitaminen kritisch. Schwangeren, Stillenden und älteren Menschen ist von dieser Ernährungsform dringend abzuraten.

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