BSR testet neue Tonne : Berliner sollen Gartenabfall extra sammeln

Die BSR will Gartenabfall künftig extra sammeln. Im September beginnt ein entsprechender Test. Das Interesse der Berliner ist groß - obwohl das Projekt seine Tücken hat.

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So soll die neue Tonne der BSR in der Testphase aussehen.
So soll die neue Tonne der BSR in der Testphase aussehen.Foto: promo

Die „Mülltitalente“ (Eigenwerbung) von der BSR haben sich eine neue Tonne ausgedacht. Ab September will das Landesunternehmen drei Monate lang in einigen Siedlungsgebieten die „Laub- und Gartentonne“ testen. In den 660-Liter-Containern sollen Grünabfälle vor allem aus Gärten gesammelt werden, die für die Biotonne zu voluminös wären oder die schon bisher angebotenen Laubsäcke gleich im Dutzend füllen würden.

Das Pilotprojekt ist zunächst auf drei Monate und auf Teilgebiete von Frohnau, Lichterfelde, Mahlsdorf und Rudow beschränkt. Nach Auskunft der BSR haben sich so viele Interessenten beworben, dass einigen abgesagt werden musste. Die Teilnehmer bekommen nun einen klassischen grauen Müllcontainer mit großem Aufkleber. Er soll nach Auskunft von BSR-Sprecherin Sabine Thümler zusammen mit den Biotonnen entleert werden – vorerst zum Sonderpreis von 6,90 Euro statt der regulär kalkulierten 13,80 Euro, die in der aktuellen Tarifperiode (2015/16) fällig würden. Für die Folgezeit ist noch alles offen – zumal die BSR erst einmal herausfinden will, was tatsächlich in den neuen Tonnen landet.

Container lassen sich nur mühsam bewegen

Die Idee ist, vor allem voluminösen Grünschnitt und Laub einzusammeln. Beides eignet sich eher für die Kompostierung, aber liefert bei der neuerdings praktizierten Vergärung zu Biogas weniger Energie als die in den innerstädtischen Biotonnen üblichen, feuchteren Küchenabfälle.

Andererseits sind diese Küchenabfälle so schwer, dass sie sich in Containern nur mühsam bewegen ließen. Und bewegt werden müssen sie von den Testkunden vorerst selbst: Die Komfort-Abholung direkt vom Grundstück ist vorerst nicht vorgesehen. Vorerst ist auch offen, ob das Projekt ausgedehnt wird oder letztlich doch für die Tonne war.

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