BSR und Bezirke : Illegale Kleidercontainer werden abgebaut

Die Bezirke arbeiten mit der BSR zusammen, um die illegalen Altkleidercontainer zu beseitigen. Am Montag verschwanden 20 Stück in Kreuzberg.

Julia Bernewasser
Und weg damit! Die BSR beseitigt einen illegal aufgestellten Container in der Wrangelstraße in Kreuzberg.
Und weg damit! Die BSR beseitigt einen illegal aufgestellten Container in der Wrangelstraße in Kreuzberg.Foto: Julia Bernewasser

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg arbeitet jetzt mit der Berliner Stadtreinigung (BSR) zusammen, um die Zahl der illegal aufgestellten Altkleidercontainer zu reduzieren. Am Montagmorgen bauten BSR- Mitarbeiter die ersten 20 Container in Kreuzberg ab. Schon seit Jahren versucht Bezirksstadtrat Peter Beckers (SPD), Kleidercontainer aus dem Stadtbild verschwinden zu lassen – bisher erfolglos: „Wir waren immer zu langsam.“

In der Vergangenheit hätten die Besitzer den Standort schnell geändert, bevor das Ordnungsamt den Container entfernen lassen konnte. Das soll sich nun ändern. „Wir müssen flexibler sein und zeitnah reagieren“, sagt Beckers. Das Ordnungsamt und die BSR haben eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen – vorerst auf ein Jahr. Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg ist diese Kooperation schon im September eingegangen.

Dahinter stehen private Firmen

185 Container sind dort bereits beseitigt worden. Wird ein illegaler Container gemeldet, soll er innerhalb von zwei Wochen abgeholt werde. Nur selten seien Container mit Hinweisen wie Name, Telefonnummer oder Adresse der Eigentümer versehen. Die Mehrheit sei nicht ausfindig zu machen.

Die Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg und Tempelhof-Schöneberg genehmigen Container an Straßen grundsätzlich nicht mehr. „Häufig stehen dahinter private Firmen, die Geld machen wollen“, sagt Oliver Schworck (SPD), Bezirksstadtrat in Tempelhof-Schöneberg. Auch das Rote Kreuz stellt Kleidercontainer auf. Rüdiger Kunz, Sprecher des DRK in Berlin kritisiert, dass die Bezirke auch Betreibern, die ihre Arbeit transparent machten, keine Genehmigung erteilten „So führt es nur dazu, dass weiter dubiose Betreiber unterwegs sind“, sagt Kunz. Der Bedarf sei da, Alternativen aber nicht vorhanden.

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