Berlin : Bubi Scholz: Die letzte Ruhestätte auf dem Waldfriedhof

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Die Beisetzung auf dem Zehlendorfer Waldfriedhof an der Potsdamer Chaussee werde im Laufe der kommenden Woche, vielleicht schon am Montag stattfinden, sagte der Anwalt der Familie, Ülo Salm. Scholz soll seine letzte Ruhestätte auf dem Zehlendorfer Waldfriedhof an der Potsdamer Chaussee erhalten. Dort liegen viele Prominente begraben, unter anderem die Politiker Willy Brandt, Ernst Reuter und Otto Suhr und der Intendant Boleslaw Barlog.

Bei einer Routineobduktion am Dienstag war festgestellt worden, dass der 70 Jahre alte Scholz sich beim Frühstück verschluckt hatte und an dem Bissen erstickt war. Eine Pflegerin hatte ihm das Frühstück gebracht und anschließend den Raum verlassen. Als er dann gefunden wurde, kam jede Hilfe zu spät, das Leben eines der erfolgreichsten deutschen Boxer zu retten. Bubi Scholz litt in den letzten Jahren an Alzheimer und hatte mehrere Schlaganfälle hinter sich. Bei seinem 70. Geburtstag hatte ihn seine zweite Frau Sabine im Pflegeheim so abgeschirmt, dass ihm weder seine Freunde noch seine Schwester gratulieren durften. Fotos zeigten dann das von Altersdemenz gezeichnete einstige Box-Idol mit dem Schauspieler Günter Pfitzmann. Berichten über einen drohenden Erbstreit zwischen der Scholz-Witwe und seiner älteren Schwester widersprach Anwalt Salm. Es gebe ein eindeutiges Testament zugunsten der Witwe. Dieses sei bereits vor langen Jahren angefertigt worden, als Scholz bei guter Gesundheit gewesen sei. Bekannt ist, dass das Verhältnis zu der Schwester angespannt ist.

In seiner Karriere hatte Scholz 96 Profikämpfe mit nur zwei Niederlagen bestritten und war Europameister im Mittelgewicht. Nach dem Ende seiner aktiven Zeit litt Scholz an Depressionen und machte durch Alkoholexzesse und 1984 die tödlichen Schüsse auf seine erste Frau Helga Schlagzeilen. Nach der Haft zog er sich aus dem öffentlichen Leben zurück.

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