Berlin : Buckingham liegt in Berlin

Wie wohl seine Kollegen auf der ganzen Welt sprach der britische Botschafter Simon McDonald nach der Übertragung der Trauungszeremonie den Toast auf das junge Paar: „To their Royal Highnesses the Duke and Duchess of Cambridge“. Der Chor sang „Land of Hope and Glory“ und „Rule Britannia“, und manche der Gäste, vielleicht ermutigt vom Wein des Hochheimer Königin-Viktoriaberg, sangen inbrünstig mit. Rund 450 Gäste feierten in der Wilhelmstraße in Mitte eine britische Hochzeitsparty.

„Es ist, als sei man Teil von etwas ganz Besonderem“, sagten Sarojini Seeneevassen-Frers, Botschafterin von Mauritius und ihre Kollegin Joy Wheeler aus Jamaica. Beide Länder gehören zum Commonwealth. Viele Damen waren betont festlich gekleidet mit großen Hüten und Cocktailkleidern. „Da träumt man doch wie ein kleines Mädchen“, sagte Mietwagenunternehmerin Regine Sixt, die mit England durch mehr als 300 Filialen verbunden ist. Die Hochzeitstorte war mehrstöckig und genauso wie im Buckingham Palace, versicherte der Botschafter: Mit schottischer Distel, walisischer Osterglocke, englischer Rose und nordirischem Klee. Mit dabei auch Christina Rau und ihre Mutter, Unternehmerin Isa Gräfin von Hardenberg, das britische Künstlerduo Gilbert und George, Olympiasieger Christian Schenk. Der Direktor des Großbritannien-Zentrums der Humboldt-Universität, Gerhard Dannemann, gab sich nüchtern: „Ich schaue mir lieber den Ein- und Auszug aus Downingstreet No. 10 an, weil da die Macht wechselt.“ Irlands Botschafter Dan Mulhall war ebenfalls gekommen. Immerhin wird die Queen in seinem Land Mitte Mai zum ersten Staatsbesuch seit 100 Jahren erwartet. Am Ende der Zeremonie sprühte der Botschafter selbst gemeinsam mit dem Street-Art-Künstler Oliver Kray „Just Married“ auf ein Poster des Hochzeitspaares, das außen an der Botschaft hängt. Bi

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