Bühne : Millionenüberschuss für Berliner Opernhäuser

Häufig wurde in der Vergangenheit kritisiert, dass Berlin gleich drei Opernhäuser unterhält. Der endgültige Jahresabschluss steht zwar erst im Mai an, aber aus dem Jahresbericht der Berliner Opernhäuser wird deutlich: Die Spielstätten können sich über einen Millionenüberschuss freuen.

Staatsoper Unter den Linden
Die Staatsoper war 2007 sehr gut ausgelastet. -Foto: dpa

BerlinDie Staatsoper Unter Linden, die Deutsche sowie die Komische Oper erwirtschafteten 2007 einen Gesamtüberschuss von 4,1 Millionen Euro, schreibt die "Berliner Morgenpost". Erfolgreichstes Haus ist die Staatsoper, die 2007 mehr als 240.000 Besucher gezählt hat. Damit lag die Auslastung bei 86,8 Prozent (2006: 85,1). Gewinner war "Don Giovanni", der mit fünf Vorstellungen auf 99,9 Prozent belegter Plätze kam. Der "vorläufige Jahresüberschuss" beläuft sich auf 1,9 Millionen Euro.

An zweiter Stelle steht die Deutsche Oper in Charlottenburg. Mehr als 192.000 Besucher kamen im letzten Jahr in das mit knapp 1900 Sitzplätzen ausgestattete Haus. Das sind ungefähr 10.000 mehr als 2006. Im Schnitt waren damit 69,5 Prozent der Plätze belegt. Deshalb rechnet die Deutsche Oper mit einem Überschuss von 713.000 Euro.

Auch im kleinsten staatlichen Musiktheater wird mit mehr Einnahmen als Ausgaben gerechnet. Rund 540.000 Euro werden es für die Komische Oper voraussichtlich sein. Das 1300 Plätze fassende Haus konnte im vergangenen Jahr ungefähr 188.800 Besucher begrüßen. Das sind zwar 7500 mehr als 2006, trotzdem sank die Auslastung auf 67 Prozent - da die Zahl der Opernaufführungen von 172 auf 191 erhöht wurde. (rope)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben