Bürgerbeteiligung über das Internet : Weniger Lärm, mehr Flüsterasphalt

In einem Dialogverfahren des Senats werden die Berliner derzeit auch zum Thema Lärmschutz befragt. Der abschließende Plan soll Anfang 2014 präsentiert werden. Eine Bilanz.

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Ruhe, bitte!

Bürgerbeteiligung steht derzeit hoch im Kurs, und weil es online billiger und schneller geht, hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung bereits drei Dialogverfahren gestartet – die Themen: Lärmschutz, Radverkehr und Begegnungszonen.

Die Seite www.leises.berlin.de hatte im Februar dieses Jahres ihren großen Auftritt. 3000 Vorschläge zum Schallschutz gingen ein. Verkehrsstaatssekretär Christian Gaebler (SPD) bedankte sich für die Resonanz und kündigte einen „finalen Lärmaktionsplan“ an. Ein Entwurf des Plans sollte „bis Ende des Sommers 2013“ vorliegen, jetzt ist die Präsentation auf den Jahresbeginn 2014 verschoben. Der Plan soll die wichtigsten Hinweise aus der Bürgerbeteiligung aufnehmen. Die letzte Information auf der Leise-Seite datiert vom 9. Juli. Damals wurde der Auswertungsbericht zur Bürgerbeteiligung präsentiert, erstellt von der beauftragten Firma Zebralog, 110 Seiten stark. Dort lässt sich detailgenau nachlesen, wo wie häufig welche Lärmprobleme moniert wurden.

Lärmquellen Dritter

Viele Lärmquellen wie Flugzeuge, Züge von Bahn und BVG, Bauarbeiten, laute Nachbarn etc. hat der Senat nicht direkt zu verantworten, dennoch will er auch auf Dritte einwirken, um seine Bürger vor Lärm zu schützen.

Schon umgesetzt

„Erste Maßnahmen“ wurden umgesetzt: Dialog-Displays in der Gneisenaustraße, Kreuzberg, und in der Dianastraße in Reinickendorf. Die Displays ermahnen zum Einhalten der Tempolimits, und senken damit den Lärm. Zudem sollen weitere Straßen mit Flüsterasphalt ausgestattet werden, etwa der Bersarinplatz in Friedrichshain sowie Abschnitte der Residenzstraße zwischen Wedding und Reinickendorf. Und es gab zwei Expertenworkshops zum Thema.

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