Berlin : Bürohaus mit eigenem Kraftwerk Anlage schützt vor Stromausfällen

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Ein StromBlackout wie in Nordamerika gilt in Berlin wegen seines modernen Stromnetzes als (noch) undenkbar. Dennoch sitzt jeder Berliner jährlich 15 Minuten im Dunkeln, weil der Strom ausfällt (England 63, Italien 191 Minuten). Darauf wies gestern die Berliner Energieagentur hin. Das privatwirtschaftliche Unternehmen, an dem das Land und die Bewag beteiligt sind, stellte das gasbetriebene Blockheizkraftwerk „Königsstadtterrassen“ im Büroneubaukomplex an der Schönhauser-/Ecke Saarbrücker Straße vor. Es gilt als beispielhaft für eine dezentrale Strom -, aber auch Notstromversorgung.

Lutz Mez, Geschäftsführer der FU-Forschungsstelle für Umweltpolitik, warnte bei der Gelegenheit, die Modernisierung von Kraftwerken zu vernachlässigen, den billigen Strompreis und nicht die Versorgungssicherheit in den Vordergrund zu stellen. Sonst könnte es im Zuge der Liberalisierung des Energiemarktes in fünf bis zehn Jahren auch in Deutschland zu einem großen Stromausfall wie in Nordamerika kommen. C.v.L.

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