Berlin : Bullenkalb "Kiri" wird mit der Flasche großgezogen

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Mit dem kleinen Elefanten im Zoo geht es aufwärts. Am Mittwoch hat er acht Liter Kunstmilch aus der Flasche getrunken. Gestern waren es mehr als zehn, so dass die Betreuer optimistisch sind, dass das Bullenkalb sich bald bei täglich 15 Litern einpendelt. Auf die Elefantenmutter Pang Pha wird nach ihrem lebensgefährlichen Angriff auf das Kalb nicht mehr gesetzt. Auch sind alle Versuche gescheitert, bei dem Muttertier Milch abzupumpen. Pfleger Rüdiger Pankow wird jetzt für die nächsten zwei Jahre die Mutterstelle bei dem Kalb vertreten und ihm die Flasche reichen müssen. Neu ist das für ihn nicht, denn er hat schon Pang Pha, die im Alter von sechs Monaten nach Berlin gekommen war, mit der Flasche aufgezogen - womöglich der Grund dafür, dass sie kein normales Verhältnis zu ihrem Nachwuchs hat.

Im Elefantenhaus wurde, wie Zoologe Ragnar Kühne sagt, gestern ein Lehrling abgestellt, der sich ständig um den kleinen Bullen "Kiri" kümmert. Er spielt auch mit ihm, denn der Rüssel muss trainiert werden. Das Elefantenhaus des Zoos ist immer noch geschlossen.

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