Berlin : Bundestag erweitert Bibliothek für 190 Millionen Euro

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MIt Café an der Spree. Das Lüders-Haus wird umgebaut und erweitert. Simulation: Braunfels

Um fast die Hälfte soll das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, das Bibliotheksgebäude des Bundestags, erweitert werden. Gestern stellten Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) und Architekt Stephan Braunfels den Entwurf vor. Die fast 190 Millionen Euro teure Erweiterung bis an die Luisenstraße soll im Sommer 2009 beginnen, fertig wird der Neubau vermutlich im Oktober 2013.

Ursprünglich hatte das 2003 eröffnete Bauwerk, die weltweit drittgrößte Parlamentsbibliothek, bis an die Luisenstraße reichen sollen, aber dort standen noch Plattenwohnbauten, deren späterer Abriss umstritten war. Nunmehr könne das „Band des Bundes“ mit Kanzleramt, Paul-Löbe-Haus, Spreeplatz und Marie-Elisabeth-Lüders-Haus einen vorläufigen Abschluss finden, hieß es. An der Luisenstraße entsteht der künftige Haupteingang mit großer Freitreppe, auch als Zugang zu einer Veranstaltungs- und Ausstellungshalle für 2000 Personen. Der Bau erhält einen gläsernen Zylinder auf dem Dach als Konferenzsaal, eine Bibliothek im Sockelgeschoss, Flächen für das Archiv und 300 Büros, die in Plattenbauten aufgegeben werden sollen. Die bisherige Ausstellungshalle wird auf drei Ebenen öffentliches Café, das die „spanische Treppe“ besser zur Geltung bringt – mit bestem Blick auf Spree und Reichstag.

Die Erweiterung lasse sich technisch leicht lösen, alle Anschlüsse seien vorhanden, betonte Braunfels. An der Luisenstraße schließe der Parlamentskomplex an die Stadt an. Weitere Parlamentsbauten auf der anderen Seite der Luisenstraße hat der Architekt als Simulation schon entworfen. Aber die sind noch nicht spruchreif.C. v. L.

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