Berlin : Bundestagsmandat: Steffel: Diepgen in den Bundestag

Ulrich Zawatka-Gerlach

Der CDU-Spitzenkandidat und Fraktionschef Frank Steffel rechnet damit, dass der ehemalige Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen 2002 auf Platz 1 der CDU-Landesliste in den Deutschen Bundestag einzieht. Dies wäre "eine richtige Entscheidung, die ich ausdrücklich unterstütze", sagte Steffel gestern. Diepgen hatte im Tagesspiegel-Interview sein Interesse an einem Bundestagsmandat bekundet. "Ich gehe davon aus, dass er von einer breiten Mehrheit in der Berliner CDU nominiert wird", so Steffel.

Der CDU-Landesvorsitzende Diepgen könnte dem Vernehmen nach in Neukölln oder in Mitte Wahlkreiskandidat der Union werden. In Neukölln tritt der langjährige Bundestagsabgeordnete Dankward Buwitt nicht mehr an. In Mitte müsste der Vize-Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Günter Nooke, weichen. Die CDU will ihre Direktkandidaten bis Ende Januar 2002 nominieren. Die Landesliste soll spätestens im März aufgestellt werden. CDU-Generalsekretär Ingo Schmitt hat keine Zweifel, dass "der Personalvorschlag Diepgen im Landesverband ohne weiteres durchgeht".

Der Landesvorsitzende der Jungen Union, Kai Wegner, stieß ins gleiche Horn. "Selbstverständlich sollte Diepgen für den Bundestag kandidieren". Es wäre eine Bereicherung für Berlin und für die CDU, wenn der ehemalige Berliner Regierungschef der Politik erhalten bleibe. Ohnehin werden Plätze frei. Außer Buwitt treten auch die Berliner CDU-Bundestagsabgeordneten Diethard Schütze und Sabine Bergmann-Pohl nicht mehr an. Außerdem hoffen die Christdemokraten auf mehr Mandate - zurzeit sind es nur sieben - durch ein besseres Wahlergebnis.

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