Bundestagswahl in Berlin : Frank Steffel will nicht auf die CDU-Landesliste

Das Gerangel um die Listenplätze der Berliner CDU zur Bundestagswahl entspannt sich ein wenig. Der Bundestagsabgeordnete Frank Steffel verzichtet. Ins Parlament will er trotzdem.

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Setzt aufs Direktmandat: Frank Steffel, CDU-Abgeordneter aus Reinickendorf. Foto: Soeren Stache/dpa
Setzt aufs Direktmandat: Frank Steffel, CDU-Abgeordneter aus Reinickendorf.Foto: Soeren Stache/dpa

Der Reinickendorfer Kreisvorsitzende und CDU-Bundestagsabgeordnete Frank Steffel verzichtet auf einen Platz auf der Landesliste der Berliner CDU. Steffel schrieb an die Landesvorsitzende Monika Grütters: "Da ich fest überzeugt bin, auch zum dritten Mal meinen Reinickendorfer Wahlkreis direkt zu gewinnen, werde ich in Anbetracht der zahlreichen guten Bewerber auf eine Kandidatur auf der Landesliste verzichten." Nach der Wahlniederlage vom vergangenen Herbst halte er die "Stabilität und Geschlossenheit der Berliner CDU für das wichtigste Ziel". Parteiinteressen müssten über dabei über Einzelinteressen gehen. Das Schreiben liegt dem Tagesspiegel vor.

Landesliste soll am Abend verabschiedet werden

Das Präsidium und der Landesvorstand der Berliner CDU wollen Dienstagabend einen Vorschlag für die Landesliste verabschieden. Am Samstag nominiert die Landesvertreterversammlung die Liste für die Bundestagswahl.

Gesetzt sind auf Platz eins die Spitzenkandidatin Monika Grütters, Platz zwei Kai Wegner. Vermutlich wird durch den Verzicht von Steffel, der vor vier Jahren auf Platz vier antrat, der Tempelhof-Schöneberger Bundestagsabgeordnete Jan-Marco Luczak auf Platz drei oder vier antreten. Der Steglitz-Zehlendorfer Kreisvorsitzende Thomas Heilmann hätte auch Chancen auf einen vorderen Listenplatz. Auch die Neuköllner Bundestagsabgeordnete Christina Schwarzer könnte auf Platz fünf gesetzt sein. Ob der frühere Parteichef Frank Henkel antritt, ist noch nicht klar. Nach aktuellen Umfragewerten hätte die Berliner CDU Aussicht auf sieben Mandate.

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