Berlin : Bundeswettbewerb: Die schönste Siedlung steht in Staaken

Rainer W. During

Schmucke Häuschen, gepflegte Gärten mit Jägerzäunen, grüne Rasenflächen davor: Die Siedlung Klosterbüsche in Staaken wurde jetzt zu einer der fünf schönsten Wohnanlagen in Deutschland gekürt.

Zum Thema Newsticker: Aktuelle Meldungen aus Berlin und Brandenburg Am Wochenende nahmen die Vorsitzenden der Siedlergemeinschaft, Petra Rehder und Klaus Krause, die Ehrenurkunde des Bauministers bei einer Feierstunde in Hildesheim in Empfang. Im vergangenen Jahr war man Berliner Landessieger geworden und hatte sich damit für den Bundeswettbwerb qualifiziert. Aus dem gesamten Bundesgebiet bewarben sich 24 Anlagen - von Forkbek in Schleswig-Holstein bis Teningen in Baden-Württemberg - um die Gunst der Jury des Deutschen Siedler-Bundes (DSB), die im Juni zur Rundreise startete. Für den Titel "Die besten Eigenheim-Siedlungen 2001" wurden neben dem Gesamtzustand unter anderem auch die Gartengestaltung, der Umweltschutz und das Gemeinschaftsverhalten bewertet. Das schöne Erscheinungsbild, die Nachbarschaftsaktivitäten, die Begrünung von Garagen und Nebengebäuden mit Kletterpflanzen als Unterschlupfmöglichkeit für Tiere, die schmucken Wohngärten und die für Gemüseanbau genutzten Gärten werden in der Begründung besonders hervorgehoben. Gemäß dem ursprünglichen Siedlergedanken wird auch heute noch in den Klosterbüschen ein Teil der Grünflächen zum Anbau von Obst und Gemüse genutzt. Heizöl und Gartenbedarf werden gemeinsam bestellt.

Nachbarschaftsfeste und Ausflugsfahrten gehören zum Gemeinschaftsprogramm, sagt der Vize-Vorsitzende Klaus Krause. Zur Deckung der noch immer nicht abgerechneten Erschließungskosten hat man einen eigenen Fonds eingerichtet.

Siedlung Klosterbüsche wurde in den Jahren 1964 bis 1968 von der Neuen Heimat nach den Richtlinien des Sozialen Wohnungsbaus errichtet. Die 118 Einzel- und Doppelhäuser stehen auf unterschiedlichen Grundstücken mit einer Durchschnittsgröße von 640 Quadratmetern. Rund 300 Menschen leben in dem Areal östlich des Klosterbuschweges. "Ein Großteil der Familien ist bereits seit Anfang an dabei", berichtet Klaus Krause. Zum Teil lebt bereits die zweite Generation in der ruhigen Wohnanlage. Längst hat auch die Idylle ihren Preis. Kostete hier ein Haus vor 35 Jahren nur 60 000 bis 70 000 Mark, müssen Neu-Klosterbüscher längst eine halbe Million auf den Tisch legen. Doch die Fluktuation ist gering.

Auf das gepflegte Gesamtbild der Anlage haben die Siedler schon immer besonderen Wert gelegt. 1979 und 1985 wurden die "Klosterbüsche" bereits mit Goldmedaillen ausgezeichnet.

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