Bunny-Alarm : "Playboy"-Ausstellung in Berlin eröffnet

Im Berliner Nobelkaufhaus "Galeries Lafayette" ist eine Ausstellung "Playboy Exposed" eröffnet worden. Die Schau ist bis zum 6. Mai zu sehen.

Berlin - Rolf Eden (76) ist vom Fach. Den «Playboy» liest er nicht nur wegen der «schönen Mädchen», sondern auch, weil das Männermagazin die «besten Artikel» hat. «Man lernt richtig was», sagt Berlins wohl immer noch bekanntester Playboy, der am Mittwochabend von seiner Freundin Brigitte (27) begleitet wird. Beide gehören zu den Partygästen im Berliner Nobelkaufhaus «Galeries Lafayette». Dort sind bis zum 6. Mai Fotos aus 50 Jahren «Playboy»-Fotografie zu sehen. Zur Vernissage gibt es Austern, Pikkolo-Champagner mit Strohhalm und natürlich die obligatorischen «Bunnys» - sechs junge Frauen in High-Heels, Strumpfhosen, schwarzen Korsagen und mit Häschenpuschel, der ihnen wie ein überdimensionaler Schneeball am Po sitzt.

Sie posieren mit der amerikanischen «Playboy»-Chefin Christie Hefner im Blitzlichtgewitter der Fotografen - im «Lafayette» ist Puschel-Alarm. «Playmate» Tanja Kewitsch (21) macht das alles sichtlich Spaß. Die Leipziger Germanistikstudentin war im März 2003 auf dem Ausklapp-Poster des Magazins zu sehen und hat die Nacktaufnahmen nicht bereut. Ihr Freund habe damals Bilder an den «Playboy» geschickt, auch ihre Familie habe die Aufnahmen, die beim Foto-Shooting entstanden, dann toll gefunden, erzählt sie stolz. «Man will gar nicht, dass der Monat vorbei ist.» Ihre Kollegin Janine Habeck (22) war 2004 «Playmate des Jahres». Sie freut sich darauf, dass sie im Herbst wieder zu Fotoaufnahmen nach Amerika fährt. Auch Hugh Hefner, den fast 80 Jahre alten Bunny-Liebhaber und Gründer des Magazins, hat sie schon kennen gelernt, dieser sei ein «supersympathischer Mann».

Hefners Tochter Christie - blond, schwarzes Jäckchen und jünger wirkend als 53 - ist bei der Vernissage ganz PR-Profi und betont, wie das Magazin die Sicht auf Schönheit, Mode und Sexualität geprägt hat. Und Berlin, so lobt sie, sei als Modestadt «Weltklasse». Zum Foto von Marilyn Monroe zitiert sie deren legendäre Aussage zum «Playboy»- Shooting: «Ich hatte nichts an, außer dem Radio». Dann geht Hefner mit «Lafayette»-Chef Thierry Prévost Richtung Rolltreppe. Oben hängen sie, die erotischen Fotos aus fünf Jahrzehnten, exklusiv in Deutschland, wie das Kaufhaus sagt. Vom Lidstrich bis zur Pin-up- Ästhetik findet sich dort neben nackter Haut auch manche Erkenntnis, wenn man sich umhört. «Da gab es auch noch echte Brüste», sagt eine Besucherin. (tso/dpa)

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