Burkhard Kieker : Berlinwerber wollen zum neuen Airport

Burkhard Kieker, Chef der Berlin Tourismusmarketing, war zu Gast im Berlin maximal-Club. Der ehemalige Projektsprecher des Flughafens BBI wartete mit einer neuen Idee für den Großflughafen auf.

Nein, Offizier müsse man nicht gewesen sein, um Chef der Berlin Tourismusmarketing (BTM) zu sein, beschwichtigt Burkhard Kieker. Gut, gibt er zu, sein Vorgänger Hanns Peter Nerger sei Offizier gewesen, Kieker aber habe die Bundeswehr als Obergefreiter verlassen, für mehr sei er zu „renitent und widerspenstig“ gewesen, erzählte der BTM-Geschäftsführer am Donnerstagabend im Berlin maximal-Club (B-max).

Renitent und widerspenstig, gleichzeitig aber sehr liebenswürdig, das passt zum Bild der Hauptstadt, das Kieker im Gespräch mit B-max-Chefredakteur Gerd Appenzeller und Tagesspiegel-Redakteurin Miriam Schröder zeichnete. „Berlin hat sich in einem chaotischen Prozess ganz neu selbst erfunden, und das gefällt der Welt“, so Kieker. Als touristische Destination habe Berlin heute bereits Rom überholt. Die Chancen der Hauptstadt, Austragungsort des Eurovision Song Contest 2011 zu werden, bezeichnete Kieker als „gut“. Über weitere Details schwieg er sich lächelnd aus. Dagegen kann der ehemalige Projektsprecher des Flughafens BBI mit einer neuen Idee für den Großflughafen aufwarten: Auf einer Fläche gegenüber des Ausgangs will die BTM ein Welcome-Center mit Laden, BVG-Kartenverkauf und Lounge bauen „Dann können Sie ihre Geschäftskunden dort abholen“, warb Kieker beim Publikum schon mal für das Projekt.

Natürlich verändert sich das widerspenstig-anziehende Berlin, und einiges daran bedauerte Kieker, etwa das vorläufige Aus für die „Bar 25“, oder die Tatsache, dass derzeit mehr Hotels gebaut werden, als die Stadt braucht. „Aber wir können den Zustand Berlins nicht schockgefrieren“, sagte er. Noch könnten die Menschen aber nach Berlin reisen, „um so richtig angeraunzt zu werden“, sagte Kieker – sehr zur Erheiterung der mehr als 100 Gäste im Tagesspiegelhaus. cof

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