Berlin : Bushs Fettnäpfchen

Robert von Rimscha diskutierte mit Lesern

-

Aller Anfang ist schwer. So auch die ersten politischen Gehversuche der Familie Bush zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wie Robert von Rimscha zu erzählen weiß. Für die zweite Folge der Reihe „Zeitung im Salon“ las der ehemalige AmerikaKorrespondent des Tagesspiegels und jetzige Sprecher der FDP am Donnerstagabend aus seinem Buch „Die Bushs – Weltmacht als Familienerbe“ (Campus Verlag). Im Rahmen der Serie treffen sich Tagesspiegel-Autoren mit Lesern und diskutieren über verschiedene Themen.

„Alles begann mit ein paar peinlichen Stolpereien“, sagt der Autor und zitiert dazu aus der Lokalzeitung in Columbus, der Heimatstadt der Bushs. Sie berichtete einst über Prescott Bush, den Großvater des jetzigen Präsidenten, wie der als junger Soldat im Ersten Weltkrieg mehrere alliierte Generäle rettete. Weil das so nicht stimmte, musste Mama die vermeintliche Heldentat dementieren.

Rund hundert Tagesspiegel-Leser waren zum Salon-Abend in der Galerie c/o Berlin nach Mitte gekommen. Sie naschten Fingerfood von „eßkultur“, hörten Geschichten aus Bushs Vergangenheit und Gegenwart – und diskutierten über seine Zukunft. Unter der Moderation von Tagesspiegel-Redakteur Christoph von Marschall stellten sie Frage um Frage zur bevorstehenden US-Präsidentenwahl. Welcher Kandidat kostet uns am Ende mehr Geld? Unter Umständen Kerry, meint Robert von Rimscha. Dieser habe im Wahlkampf mit protektionistischer Wirtschaftspolitik geworben. Außerdem könnte es sein, dass er die Europäer bei internationalen Konflikten zur Kasse bittet.

Von Rimscha plädiert für einen nüchternen, realistischen Blick auf die Wahlen. Eine Verschwörung der Republikaner, demokratische Wähler von den Urnen abzuhalten, sehe er nicht. „Natürlich wird es wieder Pannen geben. Aber die Amerikaner haben ja auch unsere preußische Administration nicht.“ cof

Am 2. Dezember liest Bas Kast im ehemaligen Restaurant „Möwe“ am Festungsgraben 1, Mitte, Harald Martenstein am 20. Januar. Anmeldemodalitäten werden rechtzeitig bekannt gegeben.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar