Berlin : Butter von gestern

Werner van Bebber

Aufmerksame Leute haben längst über den Pseudo-Klinsmann gegrinst, den die SPD auf einem Wahlplakat abbildet. Nun hat auch ein Klinsmann-Berater mit dem schönen Namen Roland Eitel den Coup der SPD-Werbeagentur bemerkt und denkt laut über „rechtliche Schritte“ nach. Interessant, dass es in Berlin überhaupt noch Leute gibt, die nicht mit dem Siegertypen Klaus Wowereit in Verbindung gebracht werden wollen. Darüber müssten sich die Genossen und ihre Werbefirma mit dem schönen Namen „Butter“ echauffieren! Nach dem Motto: Die Stadt hat diesem Klinsmann so viel an Emotion, Fähnchen und Eventkulisse geliefert. Da kann er mal dankbar sein und uns den kleinen Scherz mit dem Double durchgehen lassen. Hat im Ernst jemand geglaubt, der wahre Klinsmann würde für die SPD Reklame laufen, ohne ein bisschen Werbung für Adidas zu machen? Trotzdem haben die SPD-Wahlkampfmacher guten Grund, sich ihre Butter-Leute zur Brust zu nehmen. Die sind nicht auf der Höhe. Mit Blick auf die nächste Legislaturperiode sollten sie schnellsten einen finden, mit dem man den Pseudo-Klinsmann überkleben kann – und der aussieht wie Jogi Löw.

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