BVG-Arbeitskampf : Sondierungsgespräche: "Verdi kommt auf uns zu"

Zur Lösung des Tarifkonflikts bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) haben am Samstagmorgen erneut Sondierungsgespräche begonnen. Die Stimmung ist zuversichtlich. Zumindest auf des Arbeitgeberverbandes.

BerlinUm 10.20 Uhr kamen die Verhandlungsführer der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und des Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) zusammen. Um 13 Uhr soll zudem die Große Tarifkommission der Gewerkschaft hinzukommen.

KAV-Verhandlungsführerin Claudia Pfeiffer ging vor Beginn der Gespräche davon aus, dass Verdi angesichts der Einladung "auf uns zukommen werde". Sie sei zuversichtlich, dass man sich am Samstag auf einen Zeitrahmen für neue Tarifverhandlungen einigen werde. Sollte dies gelingen, hat Verdi ein Ende des Ausstands in Aussicht gestellt.

Für Verdi-Verhandlungsführer Frank Bäsler stehen die Chancen, "wenn man Optimist ist, 50 zu 50". Verhalten optimistisch äußerte sich Verdi-Sprecher Andreas Splanemann vor Gesprächsbeginn. Offensichtlich stehe der Senat unter Druck. "Wir sind sehr gespannt."

Bei der BVG wurde unterdessen auch zu Beginn der Osterferien der Streik fortgesetzt. Im Tarifkonflikt blieben am Samstag den elften Tag in Folge U-Bahnen, Straßenbahnen und die meisten Busse in den Depots.

Das Hochfahren des gesamten BVG-Betriebes dauert jedoch nach Angaben des BVG-Vorstandsvorsitzenden Andreas Sturmowski 24 Stunden. Die Straßenbahngleise müssten gereinigt werden. Zudem würde aus Sicherheitsgründen das gesamte U-Bahnnetz abgefahren werden. (kj/ddp)

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