BVG-Arbeitskampf : Tarifparteien setzen weiter auf Gespräche

Die Gespräche bei der BVG zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern sind auch am Mittwoch ergebnislos abgebrochen und auf einen neuen Termin vertag worden. Neue Streiks sind aber eher unwahrscheinlich.

Auch das neuerliche Ringen brachte keine Lösung. Nach einem sechsstündigen Gespräch brachen die Verhandlungsführer im Arbeitskampf bei den Berliner Verkehrsbetrieben gestern ihr Treffen in der BVG-Zentrale am Kleistpark ab.

Die Auseinandersetzung sei aber „konstruktiv“ gewesen, hieß es danach von Seiten der Gewerkschaft Verdi. Die Kontrahenten gingen nicht im Streit auseinander, sondern vereinbarten ein weiteres Treffen am 3. April. Ob die BVG bis dahin weiter uneingeschränkt rollt oder Verdi in den nächsten Tagen mit einem Streik wieder Druck ausübt, entscheidet die Große Tarifkommission am heutigen Vormittag. Ein erneuter Ausstand sei in der derzeitigen Gesprächsphase aber unwahrscheinlich, heißt es in Gewerkschaftskreisen.

Der Arbeitskampf begann am 5. März mit einem unbefristeten Streik, der vor Ostern teils ausgesetzt und mit Beginn der Feiertage komplett unterbrochen wurde. Seither drohte Verdi mit einem neuen Streik, falls die Gegenseite – der Senat und die BVG – ihr Angebot nicht verbessern würden. Bisher wurde nur eine Lohnerhöhung von weniger als drei Prozent in Aussicht gestellt.

Gestern habe man „viel gerechnet“, sagte Verdi-Sprecher Andreas Splanemann. Über die Inhalte wurde Stillschweigen vereinbart. Eine Frage war, in welchem Ausmaß Alt- und Neubeschäftigte von einer Tariferhöhung verschieden profitieren sollen. Derzeit verdient ein vor 2005 eingestellter Busfahrer ein Drittel mehr als später angestellte Kollegen. CS

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