BVG : Bus-Chef muss Job aufgeben

Der häufige Ausfall von Bussen in den vergangenen Wochen führt jetzt zu Konsequenzen bei der BVG. Nach Tagesspiegel-Informationen muss Bus-Chef Johannes Müller seinen Posten räumen.

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Der bisherige Bus-Chef Johannes Müller soll nun eine andere Position im Unternehmen bekommen. Auch weitere personelle Änderungen soll es geben. Auf Anfrage äußerte sich die BVG dazu nicht. In jüngster Zeit waren, wie berichtet, verstärkt Fahrten ausgefallen, weil Busse für den Betrieb fehlten, so dass Fahrgäste oft sehr lange warten mussten. Die BVG hatte den Fahrzeugmangel mit einem außergewöhnlich hohen Reparaturaufwand begründet. Der lange Winter habe zu deutlich mehr Unfällen geführt, weshalb die Busse außerplanmäßig häufig in die Werkstatt mussten. Zudem hatte es beim aus Sicherheitsgründen erforderlichen Achsentausch bei Doppeldeckern erhebliche Verzögerungen beim Hersteller MAN gegeben. Der große Stau in den Werkstätten ist nach Angaben der BVG inzwischen abgebaut.

Insider weisen allerdings darauf hin, dass auch die BVG, wie die S-Bahn, in ihren Werkstätten stark gespart habe. Da die Fahrzeuge nicht mehr so gut wie früher gepflegt würden, erhöhe sich der Reparaturaufwand. Zudem sei die Arbeit in der Nacht reduziert worden, um Kosten für Zuschläge an die Mitarbeiter zu sparen. Nach Ansicht der BVG reicht die Werkstattkapazität für den Normalfall aus.

Zuständig für den Technikbereich im BVG-Vorstand ist der Chef des Unternehmens, Andreas Sturmowski. Er muss – unabhängig von den Problemen bei den Fahrzeugen – die BVG im Oktober verlassen. Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos) hat den Vertrag mit Sturmowski nicht verlängert. Die Suche nach einem Nachfolger läuft. Gesucht wird nach Möglichkeit eine Frau, damit der Vorstand nicht länger in Männerhand ist.

In der BVG-Zentrale schließt man nicht aus, dass Sturmowski vor seinem Ausscheiden noch weitere Personalentscheidungen im Führungskreis treffen könnte. Klaus Kurpjuweit

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