Berlin : BVG-Fahrscheine: Polizei zerschlägt Handel mit gestohlenen Tickets

Die Polizei hat eine Diebes- und Hehlerbande zerschlagen, die mit gestohlenen und verfälschten BVG-Fahrscheinen gehandelt hat. Der potenzielle Schaden belaufe sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag teilte ein Polizeisprecher am Mittwoch mit. Die mutmaßlichen, 19 und 22 Jahre alten Haupttäter erhielten Haftbefehl, der Ältere wurde allerdings von der Untersuchungshaft verschont. Ein weiterer Tatverdächtiger sitzt bereits seit November in Untersuchungshaft.

Der 22-Jährige war der Polizei bereits wegen Rohheits-, Drogen- und Eigentumsdelikten bekannt. Ihm wird jetzt fortgesetzte gewerbsmäßige und organisierte Bandenhehlerei in Verbindung mit Urkundenfälschung vorgeworfen. Der 19-Jährige ist durch Raub, schweren Diebstahl und Körperverletzung aufgefallen. Zuletzt war er im vergangenen Oktober zu einer Haft von 13 Monaten verurteilt worden, die er im Januar hätte antreten müssen.

Die Bande organisierte bereits seit einiger Zeit stadtweit Einbrüche, Diebstähle und Raubüberfälle auf Zeitungs- und Tabakwarengeschäfte, in denen BVG-Zeitfahrscheine in Lizenz verkauft wurden. Insgesamt sind Polizeiangaben zufolge rund 200 Rollen mit Blanko-Fahrscheinen gestohlen worden, die bereits alle Sicherheitsmerkmale wie Hologramme und Wasserzeichen trugen.

Der Stein kam ins Rollen, als am 9. Januar ein 26-Jähriger bei einer Fahrscheinkontrolle eine verfälschte Monatskarte zeigte. Die Vernehmungen führten auf die Spur eines 24-Jährigen, der seinerseits einen 20-Jährigen benannte. Der Jüngere war bereits im September 2000 bei der Polizei aufgefallen. Er hatte 465 bedruckte und 751 Blanko-Fahrscheine bei sich und sitzt seit November 2000 in Untersuchungshaft.

0 Kommentare

Neuester Kommentar