BVG gewinnt Radwanderpokal : Wenn Busfahrer aufs Fahrrad steigen

Wenn Sie das nächste Mal mit Tempo 17 im Bus einem Fahrrad hinterherschleichen, haben Sie Nachsicht. Wahrscheinlich ist es ein radelnder Busfahrer, der den Verkehr ausbremst. Die BVG-Mitarbeiter sind nämlich die fleißigsten Radler der Berliner Landesbetriebe.

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Nicht nur motorisiert gut unterwegs: Die BVG kann auch Rad fahren. Foto: imago
Nicht nur motorisiert gut unterwegs: Die BVG kann auch Rad fahren.Foto: imago

Bei den Berliner Landesbetrieben gibt es einen Wanderpokal, genauer gesagt: Radwanderpokal. Den gewinnt, wer mit seinen Mitarbeitern binnen zwei Monaten die meisten Kilometer auf dem Fahrrad schrubbt. Apropos schrubbt: Die BSR belegte in diesem Jahr den dritten Platz, die Wasserbetriebe als Vorjahressieger kamen auf den zweiten, und der Gewinner ist… Trommelwirbel… – was? Was mit den Wohnungsbaugesellschaften ist? Ja, Gott, die Gewobag hat auch teilgenommen, aber im Vergleich erwies sich die Immobilienbranche als eher immobile Branche. Sie landet abgeschlagen hinter der Investitionsbank und der Energieagentur, deren Mitarbeiter vermutlich mit Dynamo fahren mussten.

Zurück zum Trommelwirbel. Gewonnen hat: Die BVG! Durchschnittlich 877 Kilometer ist jeder der 160 teilnehmenden Kollegen binnen zwei Monaten geradelt, wurde jetzt anlässlich der Pokalvergabe bekannt. Das sind 140 000 Kilometer, von denen mutmaßlich ein Großteil auf Busspuren absolviert wurde. Schließlich fährt jeder am liebsten da, wo er sich auskennt. Wer also als Fahrgast täglich mit Tempo 17 über die Magistralen der Stadt gebrummt wird, sollte gelassen bleiben: Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind das da vorn radelnde Busfahrer, die jedoch ihren Kollegen am Steuer des Großen Gelben fast zur Raserei bringen, so dass der sich nach Feierabend erst mal seinen Frust aus dem Leib strampeln muss, was wiederum andere Kollegen… Ein Teufelskreis! Für nächstes Jahr drücken wir der Gewobag die Daumen.

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