BVG : Pankow vier Monate ohne Schienenanschluss

Das wird hart im nächsten Frühjahr: Vier Monate lang wird die U2 wegen Sanierungsarbeiten gesperrt. Die Straßenbahn kann während dieser Zeit auch nicht fahren.

Klaus Kurpjuweit

Das trifft Fahrgäste von und nach Pankow so hart wie selten: Wenn vom nächsten Frühjahr an die Hochbahnstrecke der U-Bahn-Linie U 2 entlang der Schönhauser Allee saniert wird und die Züge deshalb nicht fahren, können die BVG-Nutzer auch nicht auf die parallel verkehrende Straßenbahn M 1 (Niederschönhausen–Mitte) ausweichen. Auch ihr Betrieb muss eingestellt werden, um an der U-Bahn bauen zu können. Auf dem rund 400 Meter langen Abschnitt zwischen der Kreuzung mit der Bornholmer/Wisbyer Straße und dem S-Bahnhof Schönhauser Allee wird es dann rund vier Monate lang keinen Verkehr auf der Schiene geben – weder bei der U-Bahn noch bei der Straßenbahn. Denn der 1930 eröffnete Abschnitt der Hochbahn zwischen Schönhauser Allee und der Rampe zum Bahnhof Vinetastraße muss dringend saniert werden.

Außerdem können Autofahrer damit rechnen, dass es während der Bauarbeiten auf der Schönhauser Allee eng wird und es Staus gibt. Weil der Fahrstreifen unmittelbar an der Hochbahnstrecke, auf dem auch die Gleise der Straßenbahn liegen, auf beiden Seiten der Schönhauser Allee gesperrt werden muss, sollen jeweils am rechten Fahrbahnrand die Parkplätze wegfallen – was wiederum vielen Geschäftsleuten nicht behagt, die befürchten, dass dann Kunden ausbleiben.

Kommt es zum Stau, würden auch Busse stecken bleiben, so dass Fahrgäste die 400 schienenfreien Meter schneller zu Fuß zurücklegen können. Allerdings prüfen die Planer noch, ob wenigstens abschnittsweise eine Busspur eingerichtet werden kann. Dann aber würde es wiederum auch weniger Platz für die Autos geben.

Mindestens an einem Wochenende geht dann gar nichts mehr. Wenn an der Kreuzung Bornholmer/Wisbyer Straße die Brückenteile der Hochbahn erneuert werden, muss die Kreuzung voll gesperrt werden. Auch der Betrieb der Straßenbahn-Linie M 13 (Virchow-Klinikum–Warschauer Straße) ist zu der Zeit unterbrochen. Einzelheiten zu den Ersatzfahrplänen mit Bussen will die BVG vor Beginn der Arbeiten mitteilen. Wie bei ähnlichen Großbaustellen in der Vergangenheit soll es für die Kunden wieder spezielle Faltblätter mit Informationen geben.

Die BVG erneuert zwar auch am Bahnhof Eberswalder Straße Teile der Hochbahnkonstruktion, die Züge werden aber trotzdem weiter bis zum Bahnhof Schönhauser Allee fahren, wo eine Bauweiche eingebaut wird, damit die Bahnen dort für die Rückfahrt auf das andere Gleis wechseln können. Dicht bleibt der Abschnitt bis zum Endbahnhof Pankow mit der Zwischenstation Vinetastraße.

Die Straßenbahnen der Linien M 1 biegen in der Bauzeit von Rosenthal kommend in die Bornholmer Straße ein – wie die Bahnen der Linie 50 (Französisch Buchholz–Björnsonstraße). Auch südlich der Sperrung fährt die M 1 nach einem Baufahrplan. Klaus Kurpjuweit

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