Berlin : BVG-Schalter nach Überfall geschlossen Hauptkartenstelle am Kleistpark wird gesichert

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In der BVGZentrale an der Potsdamer Straße 188 in Schöneberg kann man derzeit keine Fahrscheine an einem Schalter kaufen. Die Hauptkartenstelle im U-Bahnhof Kleistpark ist seit Anfang November geschlossen. Sie war am 1. November beraubt worden. Wer meint, sich vor dem Kauf – etwa von Jahreskarten – beraten lassen zu müssen, hat in der Hauptverwaltung nun Pech. Die BVG verweist ihre Kunden auf die Automaten im Bahnhof oder auf private Verkaufsstellen. In den „nächsten Tagen“ sollen die Schalter im U-Bahnhof aber wieder geöffnet werden, kündigte BVG-Sprecherin Petra Reetz an.

Zwei Unbekannte waren nach Angaben von Reetz frühmorgens am 1. November in die Schalterräume eingedrungen und hatten dort fast sämtliche Behälter und Schubladen aufgebrochen. Als die Angestellten zu Arbeitsbeginn den Raum betraten, wurden sie von den Tätern bedroht, die ihnen unter anderem ein Messer an die Kehle hielten. Auch die Angestellten mussten Geld herausrücken. Der Schaden soll bei etwa 3000 Euro liegen.

Jetzt müsse die BVG in den Räumen neue Schlösser einbauen und die Sicherheit weiter verbessern, so Reetz. Deshalb seien die Schalter geschlossen – aus „technischen Gründen“, wie es auf dem Hinweisschild heißt. Ersatzräume, etwa in einem Container, habe man nicht anbieten können, weil auch dort aufwändige Sicherheitsmaßnahmen erforderlich gewesen wären. Doch der Verweis auf Automaten oder private Verkaufsstellen in der Umgebung hilft nicht immer. Die Automaten geben keine Quittung aus, die Kunden für die Abrechnung mit ihrer Firma oder für die Steuererklärung benötigten. Und die privaten Verkaufsstellen akzeptieren häufig keine Kreditkarten, so dass die Kunden vorher erst Bargeld besorgen müssen. kt

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