BVG-Sprecherin : "Ein Linienbus sollte nicht brennen"

Der Gelenkbus, der am Donnerstag im Auspuff Feuer gefangen hat, habe eine einfache Panne gehabt. Die Passagiere seien nicht in Gefahr gewesen. Das sagte BVG-Sprecherin Petra Reetz Tagesspiegel.de. Die BVG überlegt jetzt, in die Motorräume der Citaro-Busse eine Löschanlage einzubauen.

Janina Guthke
Bus BVG
Nach dem Brand. Die Spuren an dem Bus halten sich in Grenzen. -Foto: BVG

BVG-Sprecherin Petra Reetz sieht in dem Brand an einem Bus vom Donnerstag keine große Sache. „Wenn nicht vorher der andere Bus gebrannt hätte, wäre dieser Vorfall vermutlich gar nicht weiter aufgefallen“, sagte Reetz. Mit den Bränden in den Citaro-Bussen habe das nichts zu tun.

In einem Auspuff entstehe große Hitze und wenn auch nur etwas brennbarer Dreck hineinkommt, dann komme es zur Verpuffung, erklärte Reetz. Normalerweise knalle es dann einfach – wie bei einer typischen Fehlzündung. Die Folge sei eine Verrußung des Auspuffs. Das Fahrzeug könne dann nicht weiterfahren, aber es bestehe keine Gefahr.

„Der Motor des Busses ist vollkommen in Ordnung“, sagte Reetz. „Das einzige was man sieht, sind Rußspuren am Auspuff.“ Ein Sensor habe den Fahrer gewarnt. Daraufhin seien die Passagiere ruhig ausgestiegen, der Fahrer sei auch noch einmal durch den Bus gegangen. „So ein Bus steht nicht auf einmal in Flammen“, so Reetz. Zunächst gebe es eine starke Rauchentwicklung. „Die Fahrgäste waren nie in Gefahr.“ Auch der Motor des Busses sei noch vollkommen in Ordnung. „Das war eine Panne.“ Der Busfahrer setzte nach dem Vorfall seinen Dienst in einem anderen Bus fort.

Am Montag wollen Gutachter den letzten Brand untersuchen. Die BVG habe 95 dieser Busse mit einem speziellen Motor im Fuhrpark. Die Idee Kameras im Motorraum anzubringen, macht für die Sprecherin nicht viel Sinn. Die Temperaturen seien viel zu hoch, es gebe keine Kamera, die das aushalten würde.

„Wir überlegen eine automatische Löschanlage im Motorraum zu installieren“, sagte Reetz. Dann stehe der Bus zwar auch, aber er würde wenigstens nicht ganz ausbrennen. „So ein Bus kostet uns 200.000 Euro“, sagte Reetz. Ökonomisch sei es ein Desaster, wenn so ein Bus ganz ausbrenne. Außerdem leide das Image, „ein Linienbus sollte einfach nicht brennen.“

BVG Bus
Rußspuren. Mit den Bränden an den Citaro-Bussen habe das nichts zu tun, sagte Reetz. -Foto: BVG
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