BVG-Streik : Busse und Bahnen rollen - Verdi will Osterverkehr nicht lahmlegen

Nach knapp zweiwöchigem Streik bei der BVG rollen seit Montagmorgen wieder Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen. Am Mittwoch will die Gewerkschaft Verdi über das weitere Vorgehen beraten - doch über Ostern soll offenbar nicht gestreikt werden.

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Ins Rollen gebracht. Ab Montag sollen die U-Bahnen alle zehn Minuten fahren. Die BVG setzt aber nicht alle Züge ein. -Foto: Ullstein/Lambert

BerlinWegen des andauernden Ausstandes in den Werkstätten, Leitstellen und Verwaltungen werde es jedoch weiterhin zu Einschränkungen kommen, sagte eine BVG-Sprecherin. Der Nahverkehr rolle besser als angenommen. Bei der U-Bahn gebe es weitgehend einen Fünf-Minuten-Takt, und die Straßenbahnen auf den Metro-Linien verkehrten im Fünf- bis Zehn-Minuten-Abstand. Die meisten Probleme treten der BVG-Sprecherin zufolge bei den Bussen auf, da die Fahrzeuge vor Fahrtantritt betankt werden müssten und genug Luft auf den Reifen sein müsse.

Nach BVG-Angaben werden defekte Bahnen und Busse auf den Strecken nicht stehenbleiben. Die Fahrgäste müssten keine Angst haben, beispielsweise im U-Bahn-Schacht stecken zu bleiben, sagte die Sprecherin. Auch liegengebliebene Straßenbahnen würden abgeschleppt, jedoch in den Depots nicht repariert, da angesichts des fortgesetzten Streiks in den Werkstätten nur Notdienste vorhanden seien.

Die Gewerkschaft Verdi will am Mittwoch über das weitere Vorgehen im unbefristeten Streik beraten. Verhandlungsführer Frank Bäsler sagte am Montagmorgen, Verdi strebe nicht an, den Verkehr über Ostern wieder lahmzulegen. Zugleich verwies er darauf, dass trotz des Ausstandes alles getan werde, dass die Fahrgäste ohne Gefahren befördert werden. (jam/ddp)

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