Berlin : BVG und Love Parade: Nur kleine Hinweise auf große Änderungen

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Die BVG war gestern lustig: "Sucht ihr Techno und ne "Lotte", fahrt mit uns zu Dr. Motte" hieß es auf den Zugzielanzeigern der U-Bahn. Die BVG und die S-Bahn hatten sich auf den Verkehr zur Love Parade konzentriert. Wer dagegen ein anderes Ziel hatte oder von den Einschränkungen im Voraus nichts mitbekommen hatte, konnte seinen Weg oft nur schwer finden. Allerdings schienen auch viele das Zentrum ganz gemieden zu haben.

Die BVG hatte zahlreiche Buslinien umgeleitet und die bei Touristen beliebte Linie 100 eingestellt. An den Haltestellen gab es dazu kleine Hinweiszettel. Da sie in der Regel einfach auf die Tafeln geklebt worden waren, gab es keine Information, wenn jemand den Zettel abgerissen hatte. Hinweise auf Alternativen fehlten auch am S-Bahnhof Unter den Linden, der - wie auch die Station Tiergarten - vorsorglich gesperrt worden war. Personal stand am Mittag geballt nur an einem der vier verrammelten Eingänge.

Im Bahnhof Zoo fanden Fahrgäste, die mit einem Regional-Express-Zug fahren wollten, erst auf dem Bahnsteig einen kleinen Zettel, dass die Züge am Stadtrand endeten. Im Bahnhof Friedrichstraße hieß es an den abgesperrten Treppenanlagen zu den Regionalbahnsteigen ebenfalls lapidar: "Kein Zugverkehr". Ausführlichere Hinweise fanden sich nur nach Suchen. Die Bahn verwies auf ihre Mitarbeiter, die zusätzlich eingesetzt waren, und die auch Fragen beantworteten. Allein auf den Bahnhöfen war das Personal nach Angaben von Bahnsprecher Gunnar Meyer um 900 Mitarbeiter verstärkt worden.

Aktuell waren gestern die elektronischen Fahrplanauskünfte. Wer als Ziel einen der gesperrten S-Bahnhöfe eingab, wurde auf Busse verwiesen. Wer kurze Strecken zu Fuß zurücklegte, war dabei aber häufig schneller.

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