• BVG und S-Bahn wollen sich wieder vertragen Aufteilung der Einnahmen soll nun geregelt werden

Berlin : BVG und S-Bahn wollen sich wieder vertragen Aufteilung der Einnahmen soll nun geregelt werden

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Die BVG und die SBahn wollen ihren Dauerstreit beenden. Dies haben zumindest der neue BVG-Vorstandschef Andreas Graf von Arnim und S-Bahnchef Günter Ruppert gestern nach ihrem ersten offiziellen Gespräch vereinbart. Demnach wollen sie zum ersten Mal auch ihre jeweiligen Verkaufszahlen bei den Fahrscheinen offen legen. Über die Aufteilung der Einnahmen streiten sich die Betriebe seit Jahren. Zuletzt ließ die S-Bahn der BVG und dem „Berliner Verlag“ gerichtlich eine gemeinsame Werbeaktion untersagen, bei der Jahreskarten der BVG für den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg gemeinsam mit einem Jahresabonnement der „Berliner Zeitung“ oder des „Berliner Kuriers“ zu einem Preis unter dem der normalen Jahreskarte angeboten worden war.

Weil sich die Betriebe über die Aufteilung der Einnahmen bisher nicht geeinigt haben, behält jedes Unternehmen das Geld, das es an seinen Schaltern einnimmt. Eine Lösung soll eine Verkehrszählung des Verkehrsverbundes bringen, die aber noch nicht ausgewertet ist.

Unterdessen hat die S-Bahn den Vertrag mit dem Senat über die verbilligten Monatskarten für Sozialhilfeempfänger gekündigt. Sie will hier einen höheren Anteil an den Einnahmen haben, die bisher zu 78 Prozent an die BVG fließen. Sozialsenatorin Heide Knake-Werner (PDS) hatte daraufhin erklärt, sie werde es nicht hinnehmen, dass die S-Bahn ihr – möglicherweise berechtigtes – Anliegen über eine Neuverteilung der Einnahmen zwischen ihr und der BVG zu Lasten der Bedürftigsten der Stadt umsetzen wolle.

BVG und S-Bahn wollen ihre neue friedliche Position spätestens in der zweiten Novemberhälfte auch Stadtentwicklungssenator Peter Strieder erläutern, dessen Verwaltung die Tarife genehmigen muss. kt

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