Berlin : BVG verzichtet dieses Jahr auf Sperrung der U 1

2005 fahren dann aber monatelang keine Züge zur Krummen Lanke

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Die gute Nachricht: Die BVG verzichtet in diesem Jahr auf die im Herbst geplante zweiwöchige Vollsperrung der UBahn-Linie U 1 zwischen Breitenbachplatz und Krumme Lanke. Die schlechte: Im nächsten Jahr wird die Strecke dafür mehrere Monate dicht gemacht. Fahrgäste müssen dann auf Busse ausweichen. Derzeit ist die U 1 zwischen Möckernbrücke und Prinzenstraße wegen Sanierungsarbeiten gesperrt.

Nach zum Teil heftiger Kritik an den jährlichen Vollsperrungen hat sich die BVG zur Kehrtwende bei der U 1 entschlossen. Statt die nächsten drei Jahre immer wieder für Wochen den Betrieb einzustellen, will sie die Sanierungsarbeiten im nächsten Jahr in einem Stück erledigen. Dafür muss die Strecke Richtung Krumme Lanke dann aber gleich mehrere Monate geschlossen werden – wie es die BVG bei der U 5 im vergangenen Jahr zwischen Alexanderplatz und Frankfurter Allee praktiziert hat und in diesem Jahr vom 26. Juni bis zum 1. Oktober zwischen Frankfurter Allee und Tierpark wiederholt.

Auf der im Freien liegenden Strecke der U 1 Richtung Krumme Lanke sind die Holzschwellen nach Angaben von BVG-Bauchef Uwe Kutscher so marode, dass sie dringend erneuert werden müssen. Erst auf einem kleinen Teil wurden sie bereits durch Betonschwellen ersetzt. Im Bereich Podbielskiallee müsse das Gleis jetzt noch einmal provisorisch gesichert werden, so Kutscher weiter, damit es bis zum nächsten Jahr durchhält.

Zunächst werde die Strecke vom Breitenbachplatz bis Krumme Lanke in der vorlesungsfreien Zeit der FU gesperrt, kündigte Kutscher auf den Schienenverkehrswochen des Bahnkunden-Verbandes jetzt an. Danach bleibe nur noch der Abschnitt von Thielplatz bis Krumme Lanke ohne Verkehr, so dass die FU wieder mit der U-Bahn zu erreichen sein wird.

Die ebenfalls wegen Gleisbauarbeiten erforderliche Sperrung der U 5 im Sommer will die BVG dazu nutzen, den Bahnsteig im Bahnhof Lichtenberg um etwa 30 Meter Richtung S-Bahnsteig zu verschieben. Dann könnten die verwinkelten westlichen Zugänge geschlossen werden, so Kutscher weiter.

Auf Vollsperrungen müssen sich auch Fahrgäste bei der Straßenbahn einstellen. So wird die erst 1998 eröffnete Verbindung über den Alexanderplatz im Sommer vier Wochen lang dicht gemacht. Um die Strecke termingerecht eröffnen zu können, wurde damals in der Frostperiode gebaut. Jetzt muss der Untergrund saniert werden. Außerdem sind die Gleise wegen der kleinen Kurvenradien verschlissen. kt

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