Berlin : BVG: Weniger Straßenbahnen auf der Schönhauser Allee

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Die BVG will in Zukunft nur noch eine Straßenbahn-Linie durch die Schönhauser Allee, parallel zur U-Bahn, fahren lassen. Bleiben soll demnach die Linie 50 von Buchholz nach Mitte. Die Linie 53, die heute von Rosenthal zum Hackeschen Markt führt, soll nach den Plänen der BVG in die Wisbyer Straße abbiegen und über die Prenzlauer Allee zum Alexanderplatz fahren. In Mitte soll in Zukunft die Straßenbahn vom Prenzlauer Tor über die Karl-Liebknecht-Straße direkt zum Alexanderplatz fahren. Diese Route würde dann auch die 53 einschlagen. Allerdings müsste dazu am Abzweig von der Schönhauser Allee in die Wisbyer Straße noch eine Weichenverbindung eingebaut werden. Dies ist für das zweite Halbjahr 2002 vorgesehen.

Zum Thema Ted: Sanierungsfall BVG: Haben Sie Verständnis für die Fahrpreiserhöhung? Die Linie 52 von der Schillerstraße in Niederschönhausen soll nach dem Willen der BVG bereits vor dem U-Bahnhof Vinetastraße in Höhe der Maximilianstraße enden, wo eine Wendeschleife gebaut werden müsste. Wer zum U-Bahnhof Vinetastraße will, müsste dann einen längeren Fußweg zurücklegen. Fahrgäste könnten aber, so argumentiert die BVG, bereits am Bahnhof Pankow in die U-Bahn umsteigen.

Bisher fährt die 52 durch die Bornholmer Straße bis zur Björnsonstraße. Forderungen der Grünen und des Fahrgastverbandes, auch die Linie 52 über die Neubaustrecke durch Wedding fahren zu lassen, erfüllte die BVG bisher nicht. So wären aus dem Nordosten die U-Bahn-Linien 6, 8 und 9 umsteigefrei zu erreichen, begründet Michael Cramer von den Grünen diesen Vorstoß. Beim BVG-Modell wäre diese Streckenführung dann nicht mehr möglich. Nach Ansicht von Cramer wäre es zudem unsinnig, auf einer Strecke wie der Schönhauser Allee nur noch eine Straßenbahnlinie fahren zu lassen.

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