• BVG will mehr Fahrscheinkontrollen Schwarzfahrerquote liegt jetzt offiziell bei sieben Prozent

Berlin : BVG will mehr Fahrscheinkontrollen Schwarzfahrerquote liegt jetzt offiziell bei sieben Prozent

-

Die BVG will die Zahl der Fahrscheinkontrollen im nächsten Jahr deutlich erhöhen. Ein Fehlverhalten der damit beauftragten Mitarbeiter werde man dabei nicht billigen, kündigte gestern BVGChef Andreas Graf von Arnim an, der damit das zweitägige Schweigen des Unternehmens zu Vorwürfen über ein zu rüdes Vorgehen bei den Kontrollen aufhob. Die BVG prüfe auch, welcher Bedarf an fremdsprachlichen Informationen für Touristen bestehe. Vor allem aus diesem Bereich waren zuletzt Beschwerden gekommen, die sich nach Angaben des Leiters der Berlin Tourismus Marketing, Hanns Peter Nerger, gehäuft hatten. Nerger hatte dabei allerdings nicht zwischen Kontrolleuren von BVG und S-Bahn unterschieden. Beide lassen Kontrollen von privaten Firmen vornehmen.

Von der BVG haben die Unternehmen dabei Vorgaben erhalten, wie hoch die Zahl der kontrollierten Fahrgäste sein muss. 10 Millionen müssen es in diesem Jahr sein; was pro Tag 27 000 ausmacht. Zur Kontrolle dieser Zahl müssen die Prüfer eine festgelegte Quote von Schwarzfahrern erreichen. Nach neuesten Zahlen der BVG fahren sieben Prozent der Fahrgäste ohne gültigen Fahrschein. Bisher hatte das Unternehmen stets eine Quote von drei bis vier Prozent genannt. Wenn die Kontrolleure also 500 000 Schwarzfahrer im Jahr ermitteln, nimmt man ihnen ab, dass sie 10 Millionen Fahrgäste kontrolliert haben. Im nächsten Jahr sollen es 16 Millionen Kontrollen mit dann 750 000 „Feststellungen“ werden. Wenn ein Team 600 Kontrollen am Tag vorgenommen oder sieben Prozent Schwarzfahrer ertappt hat, darf der Dienst beendet werden. Weitere Prämien gebe es nicht. Beschwerden gebe es bei der BVG kaum, sagte von Arnim. In diesem Jahr hätten sich nur sieben von je 100 000 Kontrollierten beschwert. kt

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben