Berlin : Casino-Chefs: „Vorwürfe sind nicht haltbar“

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In dem Streit um die Kündigung von Mitarbeitern sowie der Verwendung von Geldern in dem Casino am Alexanderplatz hat die Geschäftsführung des Hauses die Vorwürfe des Betriebsrates scharf zurückgewiesen. „Keiner der Geschäftsführer hat persönlich irgendwelche Aufwandsentschädigungen erhalten“, sagte Wilfried M. Kämer dem Tagesspiegel. Wie berichtet, hatte der Betriebsrat des Unternehmens behauptet, dass die Kündigung von acht Mitarbeitern nicht nötig gewesen wäre, wenn Einnahmen des Casinos nicht zur Zahlung dieser Entschädigungen verwendet worden wären.

Auch den Vorwurf des Betriebsrates, dass Dienstleistungen innerhalb des Konzernes „Westspielcasinos“ zu teuer verrechnet würden, wies Kämer zurück: „Dieser Vorwurf ist schon deshalb nicht haltbar, weil die Höhe der Vergütung seit 1999 nicht gestiegen ist.“ Außerdem sei mit der Gewerkschaft Verdi vereinbart worden, dass die Geschäftsführung externe Dienstleistungen einkaufen könne, ohne gegen Vereinbarungen zur gegenwärtig umstrittenen Verwendung von Trinkgeldern zu verstoßen.

Der Geschäftsführer begründete den externen Einkauf von Dienstleistungen damit, dass dieselbe komplizierte und hoch spezialisierte Computertechnik in allen sieben Casinos der Gruppe eingesetzt werde und deshalb deren Wartung durch Experten der Gruppe günstiger sei als durch andere Dienstleister. Neben den IT-Dienstleistungen würde außerdem beispielsweise die Lohnbuchhaltung von der Zentrale in Duisburg geführt.

Der Betriebsratsvorsitzende des Casinos am Alexanderplatz widersprach der Darstellung des Geschäftsführers: „Die jährliche Aufwandserstattung ist im Wirtschaftsprüfungsbericht 2005 ausgewiesen“, so Uwe Harberts. ball

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