Castorf & Co. : Ein Rad zu wenig

Das "Räuberrad" der Volksbühne steht nun in Avignon. Aber bekommt man es problemlos zurück? Eine Glosse.

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Jetzt ist guter Rad teuer. Der Aufbau des Räuberrads in Avignon.
Jetzt ist guter Rad teuer. Der Aufbau des Räuberrads in Avignon.Foto: Arnaud Pain

Die Rolle des Rades in der Theatergeschichte setzte im ersten Drittel des 6. Jahrhunderts v. Chr. ein, als der griechische Tragödiendichter Thespis seine Wanderbühne auf einem Karren transportierte – jedenfalls behauptet das Horaz.

Nun bräuchte man, um aus dem „Räuberrad“ der Volksbühne einen Thespiskarren zu bauen, mindestens ein zweites, welches leider fehlt, aber es zeigt doch die historische Verwurzelung dieses so symbolträchtigen Wahrzeichens der Berliner Bühnenwelt. Das Rad ist, wie berichtet, bis nach Avignon, zum dortigen Theaterfestival, gerollt und unter dem provencalischen Himmel verankert worden.

Doch nun wird es erst richtig spannend. Noch nicht heute, aber nach der letzten Vorstellung der Volksbühne am Donnerstag. Denn das wäre doch ein Spaß, wenn es, wie unlängst in Berlin, plötzlich hieße: Wir bekommen das Ding nicht los.

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