CDU-Bundestagskandidat 2013 : Braun kämpft mit Wellmann um Nominierung

Im CDU-Kreisverband Zehlendorf sorgt das Thema Bundestagskandidatur für Ärger. Ex-Senator Michael Braun will in die Bundespolitik wechseln. Der derzeitige Bundestagabgeordnete Karl-Georg Wellmann denkt aber nicht daran, seine Kandidatur für 2013 zurückzuziehen.

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Ebenenwechsel. Michael Braun, ehemaliger Justizsenator von Berlin und CDU-Chef im Kreis Zehlendorf Mitte, will jetzt für die Bundestagswahl 2013 kandidieren.
Ebenenwechsel. Michael Braun, ehemaliger Justizsenator von Berlin und CDU-Chef im Kreis Zehlendorf Mitte, will jetzt für die...Foto: dpa

Im mitgliederstärksten Berliner CDU- Kreisverband konkurrieren jetzt zwei Politiker um die Nominierung zur Bundestagswahl. Kreischef Michael Braun hat im Ortsverband Zehlendorf Mitte am Mittwochabend seine Bewerbung erklärt. Braun will Karl-Georg Wellmann ablösen, der 2005 und 2009 in den Bundestag gewählt wurde. Bis Ende September sollen alle elf Ortsverbände der Südwest-CDU Delegierte bestimmen.

Die Konkurrenz zwischen Wellmann und Braun hatte sich parteiintern angekündigt. Braun erklärte, er wolle im Bundestag „Stimme der Berliner Interessen“ sein. Warum er Wellmann ablösen will, ließ er nur indirekt erkennen.

Vor acht Monaten aufkommende Zweifel an meiner Redlichkeit als Notar sind vom Präsidenten des Landgerichts und der Staatsanwaltschaft ausgeräumt“, erklärte er. Damit spielt Braun auf seine nur zwei Wochen währende Amtszeit als Senator für Justiz und Verbraucherschutz an. Die endete im Dezember, nachdem Braun in seiner Eigenschaft als Notar in Zusammenhang mit dem Verkauf von Schrottimmobilien gebracht worden war. Trotz seiner juristischen Rehabilitierung sehe Braun wohl keine Zukunft für sich in der Landespolitik, sagten Parteifreunde in den vergangen Wochen – deshalb die Bewerbung um einen Sitz im Bundestag.

Wellmann hält dagegen. „Wir haben sieben erfolgreiche Bundestagsjahre hinter uns. Das möchte ich fortsetzen.“ Aus der Delegierten-Abstimmung am Mittwoch gehe er gestärkt hervor, so Wellmann. Acht Delegierte sieht er auf seiner Seite – nur zwei seien für Braun.

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