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Frank Henkel sieht Rot-Rot – und blickt dazu freundlich drein. Die Botschaft dazu gibt’s am Kiosk.
Frank Henkel sieht Rot-Rot – und blickt dazu freundlich drein. Die Botschaft dazu gibt’s am Kiosk.

ANSPRUCH



„Wir wollten hier drei Botschaften unterbringen: Die miserable Bilanz des Senats, lernen Sie Frank Henkel kennen und drittens: Frank Henkel hat Lösungen anzubieten. Das ist eine Botschaft mehr als in der Werbung üblich. Auf den ersten Blick ist das Plakat deshalb vielleicht nicht leicht zu erfassen. Aber durch die Masse an Plakaten bleibt es im Wahlkampf ja auch nicht bei einem Blick“, sagt Thomas Heilmann, Stellvertreter von Landesparteichef Frank Henkel. Er kommt aus der Werbebranche und war an der Kampagnenentwicklung der CDU beteiligt.

WIRKUNG

Der Werbepsychologe:„Hier wurde inhaltlich und handwerklich viel falsch gemacht. Frank Henkel posiert wie ein freundliches Autorenkonterfei auf dem Rücken eines Buches über gesünderes Leben. Immerhin kann man ja seine 100 Ideen für Berlin „Jetzt am Kiosk“ bekommen. Was aber ist seine Botschaft an die Wähler? Kaufen Sie mein Buch – wählen brauchen Sie mich nicht? Denn: Wofür man ihn wählen soll, verrät er uns nicht. Zudem ist das Plakat zu überladen mit Hiobsbotschaften gegen Rot-Rot. Dafür blickt Henkel aber zu entspannt drein. Besser wäre ein energischer Gesichtsausdruck mit der Botschaft: Der packt’s an und räumt auf.“

Die Politikwissenschaftlerin: „Ein klares Herausfordererplakat, das logisch aufgebaut ist und alle Regeln der Kunst beachtet: Es gibt ein klares Thema, der politische Gegner wird angegriffen und die Person wird gezeigt, die das Problem lösen soll.“

Der Karikaturist: „Hier ist alles so voll- und zugetextet, dass Augen und Sinn ständig mal hierhin und mal dorthin schweifen können und man voller Vergnügen und ohne Erfolg nach der entscheidenden Pointe sucht. Einfach nur grandios schlecht!“

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