Berlin : CDU für Strieders Autobahnplan

Pro & Contra Stadtring-Verlängerung: Lesermehrheit will Ausbau

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Die Stadtautobahn soll nach Ansicht der TagesspiegelLeser, die sich am Pro und Contra vom Sonntag beteiligt haben, weitergebaut werden. Für die Verlängerung vom Dreieck Neukölln bis zum Treptower Park sprachen sich 76,7 Prozent aus; dagegen waren nur 23,3 Prozent. Der 3,2 Kilometer lange Abschnitt würde nach derzeitigem Planungsstand 312,6 Millionen Euro kosten. Im Entwurf für den neuen Bundesverkehrswegeplan ist die Strecke mit einem „vordringlichen Bedarf“ ausgewiesen. Die PDS will die Stadtring-Verlängerung allerdings aus dem Bundesverkehrswegeplan nehmen lassen, während sich Stadtentwicklungssenator Peter Strieder (SPD) für den Bau ausspricht.

Unterstützung fand Strieder gestern bei der CDU. Nur so könne das Ziel erreicht werden, innerstädtische Durchfahrtsstraßen vom Verkehr zu entlasten, sagte der verkehrspolitische Sprecher der CDU, Alexander Kaczmarek. Ähnlich sieht es Jörg Becker vom ADAC. Dass Stadtstraßen nach einem Autobahn-Bau entlastet werden, zeige die Silbersteinstraße in Neukölln. Vor der Eröffnung der Autobahn war sie meist verstopft. Anwohner litten unter dem Lärm und dem Gestank. Jetzt sei die Straße mit Tempo 30 verkehrsberuhigt. Dabei müsse es nach einem Autobahn-Bau aber nicht bleiben, argumentiert Siegfried Menzel von der Bürgerinitiative Stadtring Süd (BISS), die gegen den Autobahn-Bau angeht. Die Schnellstraßen zögen zusätzlichen Verkehr an; kurzfristig würden Stadtstraßen zwar entlastet. Wenn die Autobahn aber später dicht seien, würden viele wieder auf die Stadtstraßen ausweichen.

Menzel befürchtet zudem, wie auch die PDS, dass beim vorläufigen Endpunkt am Treptower Park Stau auf den umliegenden Straßen programmiert sei. Anderer Ansicht ist Jörg Becker. Der Verkehr aus Süden werde schon vorher auf die neue Teltowkanal-Autobahn (A 113) wechseln. Am Treptower Park sei das Aufkommen dann nicht viel höher als heute. kt

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