• CDU kämpft nicht mehr für Mauerstück Union präsentiert eigenes Gedenkstättenkonzept

Berlin : CDU kämpft nicht mehr für Mauerstück Union präsentiert eigenes Gedenkstättenkonzept

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Entgegen früheren Ankündigungen hat die Berliner CDU nun nichts mehr dagegen, ein seit Wochen umstrittenes Stück erhaltener Hinterlandmauer am Nordbahnhof abzureißen. Zudem lehnt die Union ein Museum des Kalten Krieges am Checkpoint Charlie ab, wie es Kultursenator Thomas Flierl (PDS) vorschwebt. Das bekräftigten gestern sowohl der Landeschef der Union, Ingo Schmitt, als auch Generalsekretär Frank Henkel, als sie ein Eckpunktepapier ihrer Partei zum Mauergedenken in der Stadt vorstellten.

Ein Mauerkonzept hänge nicht zwingend von einem kleinen Stück Originalmauer ab, sagte Schmitt. Für den Abriss setzt sich Mittes Bürgermeister Joachim Zeller (CDU) ein – um einen Sportplatz zu bauen. Die Bezirksverordnetenversammlung befürwortet einen Abriss. Im Konzept der Union kommt das Stück Hinterlandmauer nun nicht mehr vor. Dazu sagte Henkel, der kürzlich noch Zellers mangelnde Sensibilität bei diesem Thema beklagt hatte: „Wir haben versucht, auf den Bezirk einzuwirken.“ Auch dass der CDULandesvorstand den Abriss ablehnte, ändere nichts.

Senator Flierl hatte das Mauerstück wiederholt als Teil seines erweiterten Konzepts für die Mauergedenkstätte in der Bernauer Straße bezeichnet. Ein Abriss komme nicht in Frage, sagte die Sprecherin der Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD). Einig sind sich CDU und Senat darin, dass die Bernauer Straße als Gedenkort aufgewertet werden soll. Für das Dokumentationszentrum stellt sich der SED-Experte der CDU, Manfred Wilke, eine Geschichtsaufbereitung vor, wie sie das Dokumentationszentrum des Holocaust-Mahnmals bietet: „Es wäre schön, wenn man eine solche Qualität in der Bernauer Straße bekäme.“ mne

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