CDU Kreuzberg-Friedrichshain : Lengsfeld macht weiter von sich reden

Vera Lengsfeld hat die CDU Kreuzberg-Friedrichshain kräftig in Bewegung gebracht. Jetzt ist bekannt geworden, dass der Wahlkampfmanager des Kreisverbands, Harald Sielaff, vor sechs Wochen schon sein Amt zur Verfügung gestellt hat.

Nun organisiert Ivonne Wehrl die CDU-Kampagne im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Die Bundestagskandidatin Lengsfeld und Sielaff hätten sich nicht verstanden, heißt es zur Erklärung in der Spitze des Verbandes. Sielaff bestätigt das: „Wie in einer Partnerschaft stimmte da einfach nicht die Chemie“, sagt Sielaff. Lengsfeld sagt zu der Personalie nur, sie habe nichts mit ihrer Plakatkampagne zu tun. Die Politikerin, die zuvor in der CDU Pankow organisiert war, hatte mit ihrem ersten, deutlich dekolletierten Porträtplakat Aufmerksamkeit gewonnen.

Das „Busenplakat“, wie es heute heißt, irritierte aber auch manchen in der Partei, weil Lengsfeld es ohne Absprache mit Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte produzieren lassen - die ist auf dem Plakat in einem tief ausgeschnittenen Festkleid abgebildet.

Lengsfeld und Sielaff wiesen darauf hin, dass der Wahlkampfmanager sein Amt schon aufgegeben hatte, bevor das Dekolletee-Plakat im Wahlkreis Kreuzberg-Friedrichshain aufgehängt wurde. „Nur indirekt“ gebe es einen Zusammenhang, sagt Sielaff: Schon bei der Diskussion über das Plakatmotiv habe sich gezeigt, dass Lengsfeld und er sehr unterschiedliche Vorstellungen vom Wahlkampf hätten. Dass Sielaff von Kreuzberg-Friedrichshain in den Kreisverband Tempelhof-Schöneberg wechseln will, hat seinen Worten nach nichts mit Lengsfeld und ihrer Kandidatur zu tun. Er engagiere sich vor allem in der Schul- und Bildungspolitik, sagt Sielaff. Und weil seine Tochter in Tempelhof zur Schule gehe, wolle er sich in diesem Bezirk um die Schulpolitik kümmern.

Lengsfelds Wahlkampftruppe fängt derweil Gerüchte wieder ein, Lengsfeld wolle mit ihrem zweiten Plakat abermals heftig provozieren. Das Plakat werde die CDU Kreuzberg-Friedrichshain jedenfalls nicht als „schwarzen Block“ darstellen, hieß es. Offenbar haben sogar einige in der CDU vermutet, ein Foto von einem Wahlkampf-Flyer mit diversen schwarz gekleideten CDU-Mitgliedern solle als Plakatmotiv dienen. Das bestritt Lengsfeld. Sie wollte über das Plakat nur sagen, dass es wie das erste auch „mit Humor zu tun“ habe. Es soll in zehn Tagen vorgestellt werden. wvb.

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