Berlin : CDU-Landesparteitag: Jung und wertkonservativ - Astrid Jantz ist neu im Vorstand

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Astrid Jantz ist mit 23 Jahren das jüngste Vorstandsmitglied der CDU. Die Studentin der Volkswirtschaftslehre hat sich auf dem Landesparteitag bei der Wahl der Beisitzer gegen Hildigund Neubert als Gegenkandidatin durchgesetzt. "Das ist eben ein fairer Wettbewerb", sagt sie locker. Schon mit 23 Jahren hat sie viel politische Erfahrung gesammelt: Mitglied im Bundesvorstand der Jungen Union, stellvertretende Ortsvorsitzende der CDU in Hohenschönhausen und Bezirksverordnete. Die Entscheidung, welche politische Laufbahn sie anstrebt, steht für sie fest: "Ich favorisiere die Kommunalpolitik." Klar, dass sie ihr Studium in zwei Jahren abschließen will, denn "der Beruf geht vor die Berufspolitik".

Astrid Jantz ist wertkonservativ, erwartet von der Familie eine Grundwertevermittlung wie zum Beispiel "den Umgang mit Minderheiten". Das will sie jungen Leuten vermitteln, möchte den vor den Kaufhallen herumsitzenden Jungen und Mädchen erzählen, dass es "statt Graffiti zu sprühen auch Freizeitbeschäftigungen wie Vereine oder die Freiwillige Feuerwehr gibt". Sie spricht von der PDS als SED-Nachfolgepartei. Astrid Jantz kennt die DDR: Sie ist auf Rügen aufgewachsen und lebte zur Zeit des Mauerfalls in Ostberlin. Auch heute noch sieht sie die PDS in "ihrer alten Ideologie" verankert. Die PDS-Enschuldigung zur SPD / KPDS-Zwangsvereinigung kann sie nicht akzeptieren. "Das wird von der Basis nicht mitgetragen." Und was hat sie veranlasst, 1997 in die JU einzutreten und zwei Jahre später in die CDU? "Die Partei gibt den Generationen eine Chance." Erfahrung und Erneuerung könne man in der CDU gut kombinieren - auch wenn die Spenden-Affäre "nicht sehr erfreulich" war.

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