Berlin : CDU: Steffel distanziert sich von Generalsekretär

Gru

CDU-Generalsekretär Ingo Schmitt ist wegen diffamierender Äußerungen in die Schusslinie geraten. Vor der Presse attackierte Schmitt am Freitag Bürgermeister und Schulsenator Klaus Böger (SPD) als "die größte Politnutte, die ich kenne". SPD-Chef Peter Strieder nannte dies eine "unverzeihliche Entgleisung". SPD-Fraktionschef Michael Müller verlangte von der CDU "personelle Konsequenzen" wegen der "verunglimpfenden Äußerungen", also den Rücktritt Schmitts. Auch CDU-Spitzenkandidat Frank Steffel distanzierte sich von Schmitt.

Hintergrund für Schmitt war der Wechsel der SPD von der Großen Koalition zur PDS-gestützten rot-grünen Koalition. Er warf Böger vor, dieser habe als langjähriger Verfechter der Großen Koalition keine Stärke gegen die PDS gezeigt. Für Böger sei die Besoldungsgruppe B 11 als Senator wichtiger gewesen als Rückgrat. Müller sagte, mit seinen "unglaublichen Ausfällen" schade Schmitt dem Ansehen der Stadt und leiste einen weiteren CDU-Beitrag zum "Niedergang der politischen Kultur". Strieder forderte eine Entschuldigung der CDU bei Böger. Die sei aber so wenig zu erwarten wie für den CDU-Spendenskandal und die Bankenkrise. Steffel nannte die Schmitt-Äußerungen "inakzeptabel". Er lehne eine solche Wortwahl und persönliche Angriffe als Mittel der politischen Auseinandersetzung aus tiefer Überzeugung ab.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben