Berlin : CDU will das Fach schon ab 2000 im Unterrichtsplan verankern

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Die CDU will möglichst schon im Jahr 2000 evangelischen und katholischen Religionsunterricht als Wahlpflichtfach an den Berliner Schulen einführen. Der neue Senat und das Abgeordnetenhaus sollten sich dafür einsetzen, beschloss der CDU-Landesparteitag am Montagabend. Nach 40-jährigem Kirchenkampf an Ost-Berliner Schulen und zehn Jahre nach der Wende sei dies "längst überfällig", wurde der Beschluss begründet.

In der Koalitionsvereinbarung, die gestern von der CDU- und SPD-Führung unterzeichnet wurde, taucht der Religionsunterricht als Wahlpflichtfach aber nicht auf. Beide Parteien hatten sich während der Verhandlungen darauf verständigt, in der neuen Wahlperiode eine gemeinsame Lösung für das Problem zu finden. CDU-Fraktionschef Klaus Landowsky wies die Parteitagsdelegierten tröstend daraufhin, dass es selbst Richard von Weizsäcker im Regierungsbündnis mit der FDP und später auch Schulsenatorin Laurien nicht gelungen sei, Religion im Berliner Schulunterricht zu verankern.

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