Berlin : Charité-Ärzte drohen mit langem Streik

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Der bevorstehende Streik der CharitéÄrzte könnte länger dauern als angekündigt. Wie gestern berichtet, wollen die Mediziner ab dem 28. November für eine Woche nur noch die Notfallversorgung sichern. Doch könne man den Ausstand verlängern, sagt Matthias Albrecht, Landesvorsitzender der Ärztegewerkschaft Marburger Bund. Und zwar dann, „wenn wir uns mit dem Klinik-Vorstand nicht auf einen Ärzte-Tarifvertrag einigen können, nach dem zum Beispiel alle Arbeitsstunden der Mediziner auch bezahlt werden“. Allerdings hat der Vorstand eine finanzielle Nachbesserung seines letzten Tarifangebotes, mit dem er beim Personal jährlich rund 32 Millionen Euro sparen will, bereits abgelehnt. Jetzt sei der Senat am Zug, sagt Albrecht.

Dass sich der Streik noch abwenden ließe, glaubt auch Wissenschaftssenator Thomas Flierl (Linkspartei) nicht mehr. „Dieser Schritt war angesichts der unterbrochenen Tarifgespräche zu erwarten“, sagt Flierls Referentin Brigitte Reich. Es liefen jedoch Gespräche, um wenigstens einen langwierigen Arbeitskampf an dem Uniklinikum zu verhindern. I.B.

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