Charity für Mukoviszidose-Kranke : Wohltäter mit Faible für Kunst-Genuss

Bei einem Benefiz-Dinner im "Hugos" kamen 103 000 Euro für Mukoviszidose-Kranke zusammen.

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Für ein gelungenes Benefiz-Dinner mit Kunstauktion braucht man gute Moderatoren, ein hervorragendes Essen, ein angemessenes musikalisches Programm und natürlich zahlungsfreudige Gäste. Mit dieser Mischung gelang der Christiane-Herzog-Stiftung am vergangenen Freitag bei ihrem jährlichen Dinner im „Hugos“ im Hotel Intercontinental ein echter Erfolg: Die 15. Benefiz-Veranstaltung der Stiftung brachte einen Reinerlös von 103 000 Euro aus Spenden und Versteigerung ein. Denn alle Mitwirkenden verzichteten auf ihre Gagen und Honorare.

Sharon Brauner & Band stimmten die Gäste mit einem Repertoire jiddischer Lieder auf den Abend gefühlvoll ein. Viele unter den 130 Gästen waren „Wiederholungstäter“, betonte Anne von Fallois vom Vorstand der Stiftung, die von Christiane Herzog, der inzwischen verstorbenen Ehefrau des Ex-Bundespräsidenten Roman Herzog gegründet worden war. Frau Herzog hatte ihr Engagement für Mukoviszidose-Kranke unter das Motto „Mit Taten helfen“ gestellt. Etwa 8 000 Menschen in Deutschland leiden an dieser unheilbaren, durch einen Gendefekt hervorgerufenen Stoffwechselerkrankung. Die Behandlung ist komplex und interdisziplinär: 1999 hatte in Berlin das erste von inzwischen sechs deutschen Christiane-Herzog-Zentren eröffnet. Die Behandlung kostet viel Geld – ohne einen Zuschuss von jährlich 200 000 Euro durch die Stiftung könnte das Zentrum die „ganzheitliche Betreuung mit Ärzten, Physiotherapeuten, Ernährungsberatern und Sozialpädagogen nicht anbieten“, sagte Doris Staab, die Leiterin des Zentrums.

Zu den „Wiederholungstätern“ gehören auch die Agentur Flaskamp, der durch Klaus-Dieter Heinken vertretene Lions Club Berlin Intercontinental, das Interconti selbst mit Sternekoch Thomas Kammeier, der ein Menü mit Atlantik Heilbutt, Brandenburger Kalbsfilet plus Dessert kreierte. Und einen Kochkurs bei Kammeier für acht Personen versteigerten die Moderatoren Jörg Thadeusz und Andreas Lukoschik in der Aktion für 11 000 Euro. Auch einige der Künstler wie Nikolai Makarov und Gustavo stifteten zum wiederholten Male Werke. Makarovs Werk „Robert F. Kenndys Triborough-Bridge, New York“ erzielte unter den 25 Werken mit 22 000 Euro den höchsten Auktionserlös.

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