Berlin : Charitydance für die Charité-Kinder

In der Maria am Ostbahnhof legen 20 DJs zugunsten junger Krebskranker auf

Foto: privat
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Wenn Mitte-Schnitten und Kreuzberg-Gänger mit und ohne Nerdbrille zu Elektrobeats in hippen Clubs herumzappeln, hat das normalerweise keinen tieferen Sinn – außer Spaß zu haben. Ganz anders am Donnerstagabend in der Maria am Ostbahnhof. Beim „Charitydance against cancer“ legen rund 20 bekannte Berliner DJs auf. Sie bekommen dafür kein Geld, stattdessen geht das gesamte Eintrittsgeld an die Charité. Genauer: An zwei Stationen der Pädiatrie mit dem Schwerpunkt Onkologie und Hämatologie im Campus des Virchow-Klinikums. Kinder mit Leukämie und bösartigen Tumoren werden dort behandelt. Andere haben eine Knochenmarktransplantation erhalten und müssen unter besonderen hygienischen Bedingungen leben, damit ihr Transplantat nicht abgestoßen wird.

„Das Schicksal dieser Kinder, die wegen ihrer Krankheit keine richtige Kindheit haben, berührt mich“, sagt Tristan Wrobel, 25, der als Pfleger in der Rettungsstelle des Virchowklinikums arbeitet. Um „ihren Alltag ein bisschen schöner zu machen“, hat Tristan Wrobel mit seinem Kollegen Raphael Höhne, 23, der eine Ausbildung zum Krankenpfleger am Virchowklinikum macht, den „Charitydance“ organisiert. „Die Idee kam uns, weil wir gern zusammen zu Elektro tanzen und jedes Mal zehn Euro Eintritt zahlen. Da haben wir uns gedacht, das Geld könnte man doch sinnvoll verwenden.“

Das Konzept: „Tanzen und dabei Gutes tun, ohne ständig daran zu denken.“ Also riefen sie einfach Berliner Musiklabels an und baten um Unterstützung: „Die meisten haben uns einen oder mehrere DJs vermittelt.“ Und zwar solche mit Namen, die in der Elektroszene bekannt sind, wie Nils Ohrmann oder Jens Bond und Mitja Prinz vom Watergate – und Match Hoffman. Der heißt eigentlich Christian Jansen und hat schon im vergangenen August beim ersten „Charitydance“ aufgelegt. Danach bot er an, Wrobel und Höhne beim Organisieren zu helfen. Von dem Erlös der ersten Party wurde übrigens ein Musikzimmer angeschafft. „Musik therapiert“, sagt Wrobel. dma

Donnerstag 23 Uhr, Maria am Ostbahnhof, Stralauer Platz 33-34, Tickets für 10 Euro unter www.charitydance.de

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