Berlin : Checkpoint Charlie: Im Schatten der Mauer gegründet

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Rainer Hildebrandt gründete das Mauermuseum im Oktober 1962 in einer Zweieinhalb-Zimmer-Wohnung in der Bernauer Straße. Ein Jahr später konnte er Räume an der Friedrichstraße mieten - wieder mit Blick auf die Mauer, direkt am Checkpoint Charlie. Dort wuchs das "Museum Haus am Checkpoint Charlie" über Jahrzehnte zu einer der wichtigsten politischen Bildungstätten der Stadt.

Hildebrandt sammelte jahrzehntelang Fluchtapparate und -fahrzeuge und die dazu gehörigen Geschichten. Außerdem dokumentierte er die Mauer-Ära vom ersten bis zum letzen Tag. Seinen laufenden Betrieb mit 365 Öffnungstagen im Jahr (9 bis 22 Uhr, Eintritt 7 Euro) trägt das Museum selbst, öffentliche Mittel bekam es vom innerdeutschen Ministerium, von der Lottostiftung und wird vom Axel-Springer-Verlag und anderen Spendern unterstützt. Das Land Berlin sprang zuletzt 1992, als Geld für die Gehälter der Mitarbeiter fehlte, mit einer Entschuldungsaktion ein, hat aber mit dem Verlust der Gemeinnützigkeit 2001 seinen Einfluss auf das Museum verloren.

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