Berlin : Choräle unterm Februarhimmel

Brandenburgische Sommerkonzerte luden Sponsoren in die Villa Lemm

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STADTMENSCHEN

Der milde Februarhimmel lag über der Havel. Im Garten der Villa Lemm, wo einst Albert Einstein Orgel spielte und auch die britische Queen schon flanierte, hatten sich Schauspieler aufgestellt, rot und gelb angestrahlt. Sie rezitierten das Motto des winterlichfestlichen Abends für die engste Sponsorenfamilie der Brandenburgischen Sommerkonzerte: „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“, einmal gesprochen, einmal gesungen. Dazu Dias von den schönsten Spielorten des vergangenen Sommer. Hartwig und Maria-Theresia Piepenbrock begrüßten die Gäste im Musikpavillon direkt am Ufer, bedankten sich aber bei Astrid Fricke von den Sommerkonzerten und dem Hotel Palace für Programm und Menü, das Sternekoch Matthias Buchholz zubereitete. Zum asiatisch marinierten Thunfisch gab es Harfenspiel von Ronith Mues . Der Erfinder der Sommerkonzerte, Werner Martin , erklärte den Gästen, darunter Barbara und Walter Scheel, warum man gerade dieses Motto gewählt habe. Zuversicht als Gegengift gegen alle negativen Stimmungen im Land solle das Programm der nächsten Saison bestimmten. Auch neue Pläne gab er bekannt. Der Unternehmer Wilhelm Kirchner soll der nächste Vorstandsvorsitzende werden und zusammen mit seiner Frau Christiane Weidner , die im Förderkreis des Deutschen Symphonie-Orchesters schon reichlich Erfahrungen gesammelt hat, die Sommerkonzerte weiterführen. Kirchner, der noch stärker als bisher brandenburgische Unternehmen in das privat finanzierte Festival einbinden will, sagte unter Beifall, er wolle sich der Herausforderung stellen. Eine Herausforderung ist es in der Tat. Bisherige Versuche, Werner Martin zu ersetzen, gelangen nicht. Er ist nun mal mit seiner Frau Karin zusammen die Seele des Ganzen, also deutlich mehr als ein Mastermind. Bi

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